| Juli 2024 | |||||
| 01.07 | 1 Nacht | Måløy | Nach so einem schönen Wochenende kann man auch mal wieder arbeiten. Wäsche Waschen stand sowieso an und da der Stellplatz in Måløy dafür geeignet ist habe ich mal wieder großen Hausputz gemacht. Hier hat auch meine erste Begegnung mit einem Kreuzfahrtschiff stattgefunden. Es ist schon interessant, wenn sich diese Menschenflut über eine Kleinstadt ergießt. Die ist natürlich darauf eingestellt. Als ich nach Ende des Landgangs durch die Stadt spaziert bin, war die Hälfte der Geschäfte schon wieder zu. Die machen offensichtlich nur zum Landgang auf. Ich fand das alles ziemlich furchtbar, aber die Geschmäcker sind eben verschieden. Kreuzfahrtschiff in Måløy |
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| 02.07 | 1 Nacht | Selje | Bin mal wieder in einer Gegend wo das nicht so einfach ist mit den Übernachtungsplätzen. Jetzt auf einem Wanderparkplatz auf Passhöhe an einem See, schön gelegen, aber der zugehörige Wanderweg ist gesperrt und die Straße nicht weit. | ||
| 03.07 | 1 Nacht | Fiskå | Der Berufsverkehr am Morgen war dann doch ziemlich störend, außerdem gab es zum ersten Mal in Norwegen kein Netz. Jetzt in Fiskå auf einem nicht fertiggestellten Stellplatz (deshalb umsonst). Sieht auch nicht so aus, als würde der jemals fertiggestellt, er ist trotzdem voll. Das war das erste Mal, dass sich der weite Bogen an der Küste entlang nicht gelohnt hat. Es war natürlich schön, wie überall hier, aber es gibt keine guten Möglichkeiten zu stehen und zu wandern. Morgen geht es wieder auf die Fähre und dann wird alles anders. |
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| 04.07 | 1 Nacht | Gursken | Das obligatorische Fähren/Fjord Foto habe ich leider versehentlich gelöscht, daher heute keine Dokumentation der Überfahrt nach Larsnes. Kaum von der Fähre runter schon auf einem schönen ruhigen Parkplatz direkt am Fjord. Der Wanderweg war aber eine Fehlinterpretation meinerseits. Das Schild benennt den besonders geformten Stein und ist so verwittert, dass es wie ein Wegweiser aussieht. Der Pfad, der ein paar Meter hinauf geht, zeugt davon, dass ich nicht der einzige bin, der das falsch gelesen hat. Hier gibt es aber keinen Wanderweg, es ist höchstens was für richtige Bergsteiger. Also blieb nur ein Strandspaziergang. War aber trotzdem sehr schön. Übernachtungsplatz und Fake-Wegweiser |
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| 05.07 | 1 Nacht | Gurskøy | Endlich mal wieder ein Wanderparkplatz mit Wandermöglichkeiten. Es regnet im Moment Bindfäden, ich bin trotzdem gelaufen, werde in dieser Hinsicht langsam zum Norweger. Die Landschaft ist hier nicht so spektakulär, hat eher Mittelgebirgscharakter, war trotzdem sehr schön. Das Schild „Stikk UT!“ hatte ich nun schon öfter auf Wanderparkplätzen gesehen und bin (auch aufgrund der Farbe) davon ausgegangen, dass es sich um eine Art Warnung handelt oder vielleicht sogar so etwas wie „WoMo bleibt draußen“. Ich hatte es bisher einfach ignoriert. Als ich heute davor stand kamen zwei Frauen mit Kinderwagen vorbei und ich konnte fragen. Es handelt sich um eine landesweite Kampagne um die Bevölkerung zum Wandern zu motivieren und meint etwa „Raus in die Natur, bewege Dich!“. „Warnung“ und Landschaft bei Gurskøy |
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| 06.07 | 1 Nacht | Hareid | Auch heute ein richtiger Wanderparkplatz, ruhig und etwas abseits gelegen und mit guten Wandermöglichkeiten. „Mittelgebirgscharakter“ hat dann auch seine Vorteile: Ich habe endlich mal einen Gipfel erreicht. Blick vom Gipfel |
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| 07.07 | 1 Nacht | Ulsteinvik | Der Platz war nicht so ruhig wie gedacht. Irgendwo muss es eine nächtliche Fährverbindung nach Deutschland geben. Nachts um 1/2 2 Uhr tauchte ein Rudel deutscher Kastenwagen und ein VW Bus von der coolen Sorte („Rent Freedom“) auf um hier zu nächtigen und ließen sich lautstark nieder. Diese Leute lieben Parkplätze ohne WC (viele haben hier eines) um ihre Hinterlassenschaften gleich hinter der nächsten Wegbiegung zu deponieren. Auf dem Weg wohlgemerkt, nicht im Gras, man könnte ja nasse Füße bekommen. Ich kann immer mehr verstehen, dass es mittlerweile fast überall verboten ist zu nächtigen. Am Morgen bei der Feinplanung für den Tag habe ich realisiert, dass die Gegend um Ålesund nicht WoMo-Kompatibel ist und dass das Großstadt-Einzugsgebiet ziemlich groß ist. Daraufhin habe ich mich entschlossen, heute nicht die Fähre zu nehmen, Ålesund links liegen zu lassen und eine neue Route zu planen. Daher bin ich ein Stück zu einem Wanderparkplatz, den ich gestern schon gesehen hatte, zurück gefahren, der aber voll war. Heute ist er leer. Erst noch eine tolle Wanderung gemacht und wieder den Gipfel erreicht. Die Gegend hier passt mehr zu meinen bergsteigerischen Fähigkeiten. Mir war schon öfter aufgefallen, dass die Norweger sehr leichtes Schuhwerk beim Wandern tragen. Entweder es ist ihnen egal, dass sie nasse Füße bekommen oder sie wissen, dass sowieso nichts hilft (außer Gummistiefel vielleicht, aber damit lässt sich schlecht wandern). Heute ist mir das Wasser über die Ränder in die Schuhe gelaufen, immerhin waren sie so gut imprägniert, dass die Brühe drin blieb. Beweisfoto |
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| 08.07 | 1 Nacht | Skodje | Die neue Planung steht und der Fjord ist gekreuzt. Der heutige Übernachtungsplatz hat einen schönen Strandzugang, aber leider keine Wandermöglichkeiten. Fähre/Fjord bei Sulesund und Übernachtungsplatz |
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| 09.07 | 1 Nacht | Vatne | Wunderbarer Wanderparkplatz mit dem Sound eines Wildwasserflüsschens und guten Wandermöglichkeiten. Auf der Wanderung mitten im Wald mehrere versteckte Hütten entdeckt. Hier könnte man gut länger bleiben, wäre der Wald nicht so dicht, dass die Stromerzeugung bei 0 liegt und es überhaupt kein Netz gibt. Zum Platz gehöriger Fluss und Hütte im (unter dem? ) Wald |
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| 10.07 | 1 Nacht | Rekdal | Stellplatz an einer Fischfarm (mit Waschmaschine), sehr nette holländische Wirte, hier bin ich mal wieder ab von allem. Noch ein Gipfel |
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| 11.07 | 1 Nacht | Vågstranda | Habe mich lange mit dem holländischen Paar unterhalten. Sie haben den Ort vor gut 3 Jahren gekauft und bauen jetzt nach und nach eine Pension / Wohnmobilstellplatz / Bootsverleih auf. Es ist hauptsächlich auf Angler ausgerichtet. Ein sehr schöner Ort und wandern kann man auch. Jetzt an einem Picknickplatz an einer alten Straße direkt am Fjord, die durch einen Tunnel ersetzt wurde. Ein wirklich sehr schöner ruhiger Platz mit einem tollen Ausblick. Allerdings bin ich jetzt mangels einer Alternative wieder in der Nähe einer Hauptroute und die Ferien in Deutschland und Norwegen haben begonnen, was man deutlich merkt. Daher erwarte ich nicht, dass ich hier alleine bleibe. Übernachtungsplatz in Vågstranda |
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| 12.07 | 1 Nacht | Isfjorden | Ich muss jetzt noch eine ganze Weile auf der Hauptroute bleiben und die Übernachtungsplatzsuche gestaltete sich heute recht schwierig. Ich bin dann auf einem Picknickplatz etwas ab von der Straße geblieben, der allerdings schon am frühen Nachmittag voll war, weil ich keine Lust mehr hatte weiterzusuchen. | ||
| 13.07 | 2 Nächte | Vistdal | Es ist für Deutsche nicht so einfach die Hauptrouten zu erkennen, da diese tatsächlich manchmal auf der Fähre verlaufen. Heute z.B. fuhr ich auf der Bundesstraße 64, die dann auf die Fähre abbog und danach war ich sofort wieder jwd. Ich werde die 64 wieder treffen, aber dafür muss ich erst den Fjord umrunden und das wird ein paar Tage dauern. Heute auf einem einsamen WPP auf Passhöhe mit zugehörigem Bach. Das sieht hier nach absoluter Ruhe aus, ich denke hier bleibe ich 2 oder 3 Tage. Sonne gibt es genug, aber kein Netz. |
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| 15.07 | 1 Nacht | Eresfjord | Nur ein paar Km weiter, da dringender Recherchebedarf besteht nach der Isolation der letzten Tage. Auf einem Picknickplatz in der Nähe einer wenig befahrenen Straße mit Blick auf das Wasser. Nicht ganz ruhig, aber Ok für eine Nacht. Abendstimmung am Übernachtungsplatz |
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| 16.07 | 2 Nächte | Molde | Heute einen langen Schlag gemacht. Es gab zwar viele sehr schön gelegene Übernachtungsplätze unterwegs, aber alle lagen direkt an der Straße und darauf hatte ich keine Lust, zumal die letzte Nacht nicht so ruhig war wie erhofft. Ich habe den Fjord jetzt umrundet und die 64 wieder eingeholt. Das Verkehrschaos in Molde erinnerte dann auch an deutsche Verhältnisse. Ich hatte sie nicht vermisst. Nun auf einem etwas abgelegenen Wanderparkplatz noch im Einzugsbereich von Molde. Eine sehr schöne Wanderung gemacht, mit blauer Kennung und nicht Grün oder Rot wie bisher. Das passte dann zu meinen Fähigkeiten. Der Schwierigkeitsgrat war zwar ähnlich wie bei den roten, die ich gelaufen bin, aber die schwierigen Stellen war abgesichert, bzw. die Auf- und Abstiege mit Seilen oder Ketten versehen. Gefällt mir gut hier. Ich bin noch einen Tag geblieben und zu Fuß an der Küste entlang gelaufen. Hier trifft man alle naslang auf die Überreste der deutschen Verteidigungslinien. Die Fjord Einfahrt muss eine strategische Bedeutung gehabt haben. Die Norweger haben sich nicht die Mühe gemacht die Stellungen zu beseitigen, das haben sie der Natur überlassen. Erfolgreich, der verwitterte Beton ist oft nicht mehr vom benachbarten Stein zu unterscheiden. Man muss schon genau hinsehen, um sie zu erkennen. Wanderung bei Molde |
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| „Abhaken“ | |||||
| Ich hatte schon länger die Vermutung, dass die Norweger zum „Abhaken“ neigen, Das wurde heute bestätigt. Die Aktion „Stikk UT!“ besteht nicht nur aus den „Warnschildern“ sondern auch aus Stationen mit einem Code am Ziel jeder Wanderung, den man in eine App eingeben kann. Heute habe ich an einem solchen Ort einen Norweger getroffen, der gerade dabei war die erfolgreiche Wanderung zu registrieren. Die Vermutung hatte ich schon vorher, da ich mehrfach (beim Warten auf die Fähre) mit urlaubenden Motorradfahrern ins Gespräch gekommen bin, die den Anspruch hatten, jede (erreichbare) norwegische Insel einmal zu befahren. Dabei reicht es im Zweifelsfall auch aus, nur von der Fähre zu fahren, eine Runde zu drehen und mit der gleichen Fähre zurück zu fahren. | |||||
| 18.07 | 1 Nacht | Molde | Dieses Mal ein Gipfel auf den ich stolz bin. Es ist wie im richtigen Leben, da kommt zig Km kein Platz zum Stehen und Laufen und dann liegen sie dicht beieinander. Der heutige Wanderparkplatz mit einer sehr gut besprochenen Wanderung ist nur 10 Km von dem gestrigen entfernt, aber ich habe mich entschieden hier zu bleiben. Zum Glück, denn die Wanderung war wirklich toll. Allerdings auch die anspruchsvollste die ich bisher gemacht habe. Nicht unbedingt vom Schwierigkeitsgrad (blau), sondern von Dauer und den Höhenmetern her. Blick vom Jendemsfjellet |
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| 19.07 | 1 Nacht | Elnesvågen | Mal wieder Zeit für einen „richtigen“ Stellplatz. Gefunden im Bootshafen von Elnesvågen. Unspektakulär aber ruhig und nette Atmosphäre. | ||
| 20.07 | 1 Nacht | Hustad | In Bud eher zufällig die deutsche Festung angesehen, die heute Museum ist. Die V/E war touristisch geschickt auf dem Museumsparkplatz angesiedelt. Da war dann auch eine ganze Menge los, inklusive Touristenbusse. Die Wanderung zu einer Fluchtburg zugehörig zu dem Wanderparkplatz wo ich jetzt stehe machte in der Beschreibung erstmals einen leichten Eindruck, was zu meiner Motivation passte, denn die Temperaturen waren heute deutlich über meinem Wohlfühlpunkt. Aber irgendwie wird hier jede Wanderung zum Bergsteigen, war trotzdem sehr schön. Deutsche Festung in Bud und Blick von der Fluchtburg |
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| 21.07 | 1 Nacht | Vevang | Auf einem Wanderparkplatz kurz vor der Atlantikstraße (Atlanterhavsvegen), eine der wenigen touristischen Highlights die ich nicht umgehen kann. Der Parkplatz ist die letzte halbwegs vernünftige Möglichkeit zu übernachten vor der Querung, ruhig und etwas abseits, es wird aber mit Sicherheit sehr kuschelig heute Abend. Eigentlich wäre ich weiter gefahren aber auf der anderen Seite wartet einer der wenigen für Deutsche geeignete Gasdealer auf mich und ich brauche eine neue Füllung. Ich habe hier einen sehr schönen Küstenspaziergang machen können. Anfang der Atlantikstraße |
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| 22.07 | 2 Nächte | Kristiansund | Mal wieder ein langer, anstrengender Fahrtag. Die Atlantikstraße kam mir so vor wie der Kuhdamm im Mauerberlin. Eigentlich gibt es nichts Besonderes (natürlich ist es schön, aber meiner Ansicht nach nicht schöner, als an vielen anderen Stellen, an denen ich schon war) außer den Massen an Touristen. So viele WoMos auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen. Zwei Wanderparkplätze von denen ich mir viel erhofft hatte, vielleicht sogar ein paar Tage bleiben zu können, konnte ich nicht anfahren, es war mal wieder zu steil. Daher bin ich durchgefahren nach Kristiansund, obwohl ich das heute nicht vor hatte. Hier war mal wieder Land unter. Es war kein Platz zu bekommen auf dem innerstädtischen Stellplatz. Die norwegischen Großstädte und ich können offensichtlich nicht miteinander. Also wieder raus und in der Peripherie (nahe dem Flughafen) einen wunderschönen ruhigen und abgelegenen Wanderparkplatz gefunden. Hier soll es auch eine tolle Küstenwanderung geben, aber im Moment regnet es in Strömen. Morgen vielleicht, heute ist es auch schon spät. Heute die schöne Küstenwanderung gemacht und auf der Runde noch ein Naturschutzgebiet durchquert. Die Wegführung war vorbildlich, allerdings etwas unkonventionell. Keine nassen Füße mehr, vielleicht auch weil ich gelernt habe die Grasnaben die tragen von denen zu unterscheiden die es nicht tun. Dafür ein nasses T-Shirt. Es ist zwar nicht mehr so warm, aber dafür ziemlich feucht und schwül. Kristiansund ist dann auch mein Umkehrpunkt. Ab hier werde ich im Landesinneren wieder Richtung Süden fahren. Wohl etwas schneller als auf dem Hinweg, denn es gibt dort auf weiten Strecken kaum Möglichkeiten die großen Straßen zu verlassen, aber ich habe genug Luft um den einen oder anderen Abstecher zu machen. Küstenwanderweg mit Wegkennzeichnung |
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| 24.07 | 1 Nacht | Gjemnes | Wie sagte meine Oma immer? „Je oller, je doller“. Das war unverantwortlich. Auf der einen Seite stand bei dem Wanderweg „1 Km“ und das schafft man doch immer, oder? Auf der anderen Seite war er aber mit Rot gekennzeichnet. Und die Länge des Weges sagt ja wenig über die Höhenmeter und die Steigung aus. Ich dachte wohl, ich bin mittlerweile ein Bergsteiger. Als ich dann endlich zu Sinnen kam und umdrehte wurde mir klar, dass der Aufstieg anstrengend gewesen war, der Abstieg aber die eigentliche Aufgabe sein würde. Ich bin rückwärts, größtenteils auf allen Vieren, runter gekrabbelt. Trotzdem habe ich mehrmals flach gelegen und war wirklich froh als ich unten ankam. So etwas macht man, wenn überhaupt, nicht alleine. Hoffentlich lerne ich was draus. Der dazugehörige Wanderparkplatz ist sehr ruhig und abgelegen, allerdings war schon die Zufahrt auf dem steilen Schotterweg grenzwertig. Wäre der Weg zum Schluss etwas steiler geworden, hätte ich die Serpentinen rückwärts wieder herunter gemusst. Wurde er aber zum Glück nicht. Ich bin jetzt aus dem Großraum Kristiansund heraus und auf dem Weg ins Landesinnere. |
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| 25.07 | 1 Nacht | Øksendal | Wie erwartet ist die Übernachtungssituation hier eher schwierig. Kampiere nun wieder mal in einer wegen eines neuen Tunnels stillgelegten Straße. Nicht wahnsinnig schön, aber wenigstens halbwegs ruhig. Für eine Nacht OK. | ||
| 26.07 | 3 Nächte | Oppdal | Die Landschaft verändert sich nun. Mit dem Verlassen der Fjorde folgen die Straßen den Flusstälern. Die Berge werden höher und die Landschaft auf eine andere Art spektakulär. Allerdings gibt es so gut wie keine Möglichkeit anzuhalten und die Aussicht zu genießen oder zu fotografieren. Ich bin jetzt auf einem riesigen Parkplatz im Wald bei Oppdal, der fast leer ist. Das ist umso grotesker, da ich heute durch ziemlich gut besuchte Tourismusgebiete (Nationalpark) gefahren bin. Ich nehme an, dass liegt daran, dass das hier ein Wintersportgebiet ist, nur liegt im Moment ja kein Schnee. Wenn die Nacht so angenehm verläuft wie der Abend bleibe ich hier für mein Investitionswochenende, denn das steht schon wieder an. Die Berge sind zwar hoch, aber Oppdal liegt in einem großen Tal. Meine heutige Wanderung erinnerte mehr an eine deutsche Waldwanderung, es ist flach und es gibt richtige Forstwege. Ich habe mein Fahrrad wieder fit gemacht das langsam auf dem Träger verrottete und habe mir das Städtchen mal angesehen. Hier gibt es in der Tat sehr viel touristische Infrastruktur, unter anderem mehr Gastronomie als ich in irgendeiner andern norwegischen Stadt gesehen habe. Auch viele Hotels und Geschäfte. Natürlich alles nicht ausgelastet im Moment. Man kommt wohl auch gut mit dem Zug aus Oslo oder Trondheim hierher, was Tages(ski)touren möglich macht. Alles macht einen recht sympathischen Eindruck. Waldspaziergang bei Oppdal und hiesiger Haustroll |
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| 29.07 | 1 Nacht | Dombås | Der bisher unschönste Tag in Norwegen. Ein Tag auf der E39 mit dichtem und manchmal sogar Stop-and-Go Verkehr. Den Kennzeichen nach zu urteilen haben jetzt auch die Franzosen, die Italiener, die Polen und die Slowaken Ferien. Eigentlich hatte ich einen Campingplatz mit Waschmaschine gesucht, aber es war alles völlig überfüllt. Nun etwas abseits auf einem Picknickplatz an einer kleinen, ruhigen Straße, aber morgen muss ich wieder zurück ins Gewühl, hier gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. | ||
| 30.07 | 1 Nacht | Dovre | Habe mich gleich am Vormittag bei einem Campingplatz eingecheckt und so einen freien Stellplatz und eine leere Waschmaschine gefunden. Heute also mal wieder ein Arbeitstag. Der Platz ist zwar riesig, aber dabei recht entspannt. Ab morgen geht es dann aufwärts. Ich habe gelesen, dass ein paar Straßen immer noch wegen Schnee gesperrt sind und hoffe, dass ich trotz fehlender Winterausrüstung gut klar komme. |
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| 31.07 | 1 Nacht | Vågå | Ich habe nun die E39 (vergleichbar mit Autobahn) verlassen und bin auf der Landesstraße 15 (vergleichbar mit Bundesstraße), die sich nun langsam in einem Flusstal noch oben windet. Ich habe noch nie so grünes Wasser gesehen! Hier gibt es sogar Parkplätze zum Halten, Schauen und Fotografieren, die waren aber alle völlig überfüllt. Bin nun auf einem Schotterplatz an einer Nebenstraße, leider nicht ganz so ruhig wie erhofft, aber für eine Nacht wird es gehen. Die Berge sind hier zwar höher als an der Küste, aber nicht so schroff. So gibt es Forstwege zum Wandern. Die sind zwar auch manchmal ziemlich steil, aber man ist vor bergsteigerischen Einlagen geschützt. Auch mal ganz schön. Blick vom Übernachtungsplatz in Vågå |
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