Juni 2024
 
02.06  1 Nacht Hervik   Heute mal ein paar mehr Km gemacht. Hier scheint es auch nicht mehr so touristisch zu sein, mir sind jedenfalls fast nur norwegische WoMos entgegen gekommen. Das macht die Übernachtungsplatzsuche aber nicht einfacher. Es gibt kaum Möglichkeiten abseits der offiziellen Stellplätze und viele von denen sind nur per „Vipps“ bezahlbar. Diese App erfordert ein norwegisches Konto, d.h. die Stellplätze sind de Facto nur für Norweger nutzbar.

Bin aber schließlich im Hafen von Hervik auf einen sehr sehr schönen Stellplatz gestoßen.



Küstenstraße bei Hebnes und Stellplatz in Hervik
 
 
03.06  1 Nacht Røyksund   Mein Spaziergang im Trollwald wurde dann doch eine kleinere Bergtour. Die Vegetation hier ist etwas heideartig, natürlich ist es nicht flach, aber vom Pflanzenbewuchs her. Es scheint so, dass mein Fuß nun wieder voll belastbar ist. Manche Dinge brauchen eben Zeit.

Ich stehe auf einem Parkplatz im Bootshafen.



Spaziergang im Trollwald
 
 
04.06  1 Nacht Stol   So ganz habe ich die Regeln hier noch nicht begriffen. Am Abend hat mich der Hafenmeister von dem Parkplatz vertrieben. Ich habe dann die Nacht in Kopervik auf dem Parkplatz am Kulturhaus verbracht. Nicht schön, aber OK für eine Nacht.

Heute Skudeneshavn besichtigt, ein schönes Städtchen mit viel Geschichte. Die Frau in der Tourist-Info meinte die weißen Häuser weisen auf früheren Reichtum aus dem Heringsfang hin. Hier in der Gegend gibt es auch viel Wikinger Geschichte, angeblich waren hier die ersten zu Hause.

Heute ist es zum ersten Mal seitdem ich hier bin windig. Das spürt man im WoMo dann schon. Jetzt auf einem Parkplatz über einer Bucht mit tollem Ausblick auf das Wasser.



Skudeneshavn und Blick vom Übernachtungsplatz
 
 
05.06  1 Nacht Haugesund   Absolutes Muss für mein Traumhaus: Tag und Nacht laute Brandung, Mann, habe ich gut geschlafen!

In Visnes das Kupferbergwerkmuseum besucht. Wie man auf dem Foto sieht haben die Franzosen hier das Kupfer für die Freiheitsstatue eingekauft.

Eigentlich wollte ich mir Haugesund auch ansehen. Aber der empfohlene Parkplatz für diesen Zweck war völlig überfüllt und das Großstadtgewimmel einfach nur nervig. Daher habe ich umdisponiert und einen nahegelegenen Wanderparkplatz angefahren.

Ich hätte mir natürlich denken können, dass wenn hier bei der Wanderwegbeschreibung steht: „Auf eigene Gefahr“, man nicht in Turnschuhen losläuft, auch wenn es noch im Stadtgebiet ist. Es war jedenfalls ein ziemliches Gekraxel, und nasse Füße habe ich auch bekommen. Wer führt denn einen ausgewiesenen Wanderweg durch ein Bachbett? Die Joggerin, die mir wild um sich spritzend entgegenkam fand das alles aber offensichtlich völlig normal. Die spinnen, die Norweger! War trotzdem sehr schön.



Visnes und Wanderung im Steinsfjellet
 
 
06.06  1 Nacht Valevåg   Schon wieder nasse Füße. Aber dieses Mal nicht wegen falscher Schuhe sondern weil ich die Imprägnierpaste nicht gefunden habe. Irgendwo muss sie sein ...

Habe versucht den Trollvassnipen zu besteigen, aber die Norweger und ich habe unterschiedliche Vorstellung von Beschilderung. Das gilt auch für die Straßen. War trotzdem sehr schön.

Bin auf einem Wanderparkplatz ein paar Km ab von der Straße. Strand fußläufig und gute Wandermöglichkeiten.
 
 
07.06  1 Nacht Sagvåg   Heute großen Hausputz an einer V/E Station gemacht. Hier gibt es an jeder größeren oder mittelgroßen Straße häufig V/E-Stationen, meist an Tankstellen. Dort kann man sich mit Frischwasser versorgen und Grau- und Schwarzwasser sowie Abfall entsorgen. Alles umsonst. Daher gibt es auch außer Wäsche Waschen kaum einen Grund einen offiziellen Stellplatz oder Campingplatz anzufahren (außer man möchte nicht alleine im Wald sein).

Stehe nun auf einem Wanderparkplatz im Wald und habe einen normalen Spaziergang gemacht (keine nassen Füße). War trotzdem schön.

Ein Forumeintrag zu diesem Stellplatz gibt einen kleinen Hinweis, warum ich in letzter Zeit so wenig (deutsche) WoMos gesehen habe: „Die Anfahrt ist sehr eng und ich habe es mit meinem Campervan gerade so geschafft. Ich würde jedem mit einem Wohnmobil abraten hierher zu fahren“. Die Straße war zwar über weite Strecken einspurig, aber 1. komplett asphaltiert, 2. ohne nennenswerte Steigungen und 3. mit ausreichend vielen Ausweichstellen. Ich bin Straßen gefahren auf denen keine dieser 3 Bedingungen zutraf. Der Deutsche fühlt sich eben auf der Autobahn am wohlsten.



Waldspaziergang bei Sagvåg
 
 
Übernachten in Norwegen
 
 Wenn man meine Einträge liest, könnte man meinen, dass es schwierig ist einen Übernachtungsplatz abseits der offiziellen Stellplätze oder Campingplätze zu finden. Das ist nicht der Fall. An allen größeren und mittleren Straßen finden sich ausreichend Parkplätze und Parknischen wo übernachten erlaubt ist. Das ist äußerst praktisch, wenn man zum Nordkap brausen will und nur einen Übernachtungsplatz braucht. Aber ich bin ja anders unterwegs und habe andere Ansprüche an einen Platz, Schlafen direkt im Verkehrslärm gehört nicht dazu.

Und dann wird es doch etwas schwieriger, denn eine Aussage über Norwegen (jedenfalls den Teil, den ich bisher kenne) überrascht auf den ersten Blick: Hier ist es eng! Einen Schweizer wird das vielleicht weniger überraschen. Jede noch so kleine ebene Fläche ist den Bergen und den Felsen abgerungen. Das gilt für Häuser, Straßen, Gewerbegebiete und Parkplätze. Das bedeutet aber auch, dass jede freie ebene Fläche genutzt wird. Als Lagerstätte für Baumaterialien oder Holz, als Abstellfläche für Bienenkästen, usw. Auch wenn auf diesen Plätzen noch Platz ist, ist es eher ungemütlich. Bleiben also ausgewiesene Parkplätze in bewohnten Bereichen oder in der Natur. Erstere sind auch nicht so gemütlich und soweit ich die Regeln bisher verstanden habe auch nicht zum Übernachten freigegeben, auch wenn oft ein Auge zugedrückt wird.

Bleiben also Wanderparkplätze. Davon gibt es auch keine Unmengen und man stolpert nicht zufällig über sie, denn eine Bedingung ist ja, dass sie nicht direkt an der Straße liegen sollen. Also bleibt die Suche in den Foren, was nicht ganz unaufwändig ist. Von 30 Plätzen, die ich in den Foren checke bleiben etwa 10, die ich mir zum Anfahren notiere. Von den 10 bleiben dann im Mittel 2 übrig, die meinen Kriterien genügen. Ich muss etwa 2 – 3 Stunden täglich (inklusive Dokumentation und Blog) dafür aufwenden.

Ein Grund, warum so viele Einträge nicht brauchbar sind ist die Ignoranz von vielen Leuten. Hier zwei Beispiele: „Man muss nur die Schranke aufmachen und die Straße ein Stück runter fahren, dann kommt man zu zwei schönen Stellplätzen am See“ und „Der Platz war mit Feldsteinen versperrt, aber stur wie wir sind haben wir einen Weg hinein gefunden.“
 
 
08.06  1 Nacht Sagvåg   Nur ein paar Km weiter auf einem weiteren Wanderparkplatz. Hier gibt es noch deutlich mehr Wandermöglichkeiten, aber heute ist Indoor angesagt: Es regnet in strömen.  
 
09.06  1 Nacht Onarheim   Mit der Entscheidung für die kleine Fähre und den langen Weg um den Fjord nach Bergen habe ich mich vorläufig ganz von den Touristenrouten verabschiedet. Und ich werde belohnt mit einem Wanderparkplatz in den Bergen mit super Wandermöglichkeiten. Ich hoffe morgen ist das Wetter besser, dann bleibe ich noch einen Tag für eine Wanderung aber im Moment bleibt es bei strömenden Regen.



Fähre/Fjord bei Jektavik und Übernachtungsplatz mit Wasserfall
 
 
10.06  1 Nacht Ølve   Schlafen mit dem Rauschen des Wasserfalls im Hintergrund ist auch nicht schlecht. Das Wetter ist ein bisschen besser, aber nicht gut genug. Also bin ich weiter gefahren. Nun auf einem sehr schönen Stellplatz am Wasser mit allem Komfort (z.B. Waschmaschine). Ziemlich leer (außer mir nur ein Norweger und ein Schwede). Hier gilt es nur zu entspannen.



Stellplatz in Ølve
 
 
11.06  1 Nacht Eikelandsosen   Wieder auf einem Wanderparkplatz, allerdings nicht ganz so schön wie die letzten. Aber das Wetter ist wieder deutlich besser. Ich habe versucht auf den nächsten Berg zu steigen, habe es aber wieder nicht geschafft. Dieses Mal lag es nicht an den Schuhen (ich habe die Imprägnierpaste gefunden, sie war im Medizinschrank, wo auch sonst?), oder an der Beschilderung (der Weg war einfach zu finden), sondern an der fehlenden Zeit-, bzw. Entfernungsangabe. Ich musste einfach irgendwann umdrehen. War trotzdem sehr schön.

In den nächsten Tagen habe ich ein logistisches Problem. Auf der einen Seite habe ich überhaupt keine Lust auf Großstadt, auf der anderen Seite muss ich mir Bergen natürlich ansehen, Teile davon sind ja schließlich Welterbe. Ich werde einen langen Schlag hinein machen und mir dort einen Übernachtungsplatz suchen. Da werde ich wohl Kompromisse machen müssen, den die Bewertung der Stellplätze ist wirklich unterirdisch. Die Stadt ansehen und am nächsten Tag einen langen Schlag raus in die Natur. Mal sehen ob das klappt.



Bergsee auf der Wanderung
 
 
12.06  1 Nacht Os   Aber zunächst noch ein Wanderparkplatz in Os, nicht sehr gemütlich, aber – wie immer – sehr schöne Umgebung.

So langsam merkt man auch, dass es auf die Sommersonnenwende zu geht. Hier wird es nicht mehr dunkel. Ich schätze wenn ich eine Batterie mit ausreichend Kapazität hätte, könnte ich den gesamten Strom für den kommenden Winter erzeugen.



Spaziergang bei Os
 
 
13.06  1 Nacht Bergen   Ein Satz mit X. Ich dachte mir ja schon, dass das nicht einfach wird, aber so schlimm? Eigentlich wollte ich noch mal Übernachten vor Bergen, aber im Großraum Bergen waren alle möglichen Plätze entweder unbrauchbar oder verboten. Daher habe ich mich entschlossen meine Stadtbesichtigung gleich durchzuziehen. Aber die beiden (teuren und schlecht besprochenen) Stellplätze waren gerammelt voll und das galt auch für den Parkplatz, der für die Stadtbesichtigung empfohlen war, keine Chance mit einem WoMo. Immerhin habe ich vom Auto aus einiges gesehen, da ich mindestens 5 Mal durch die Innenstadt gekreuzt bin. Scheint wirklich sehenswert zu sein. Ein anderes Mal.

Aber auch beim raus Fahren war die Situation nicht viel besser. Ich habe erst nach 15 Km einen Platz gefunden, wo ich kurz anhalten und mein Navi neu programmieren konnte. Daher habe ich entnervt einen Parkplatz unter einer Autobahnbrücke akzeptiert. Nicht sehr gemütlich, aber erstaunlich ruhig, da direkt unter der Brücke und auch nicht ganz schlecht gelegen. Morgen wird alles wieder besser.



Mal was anderes: Unter der Autobahnbrücke
 
 
14.06  1 Nacht Austrheim   Nach dem Frust gestern etwas Entspannung auf einem richtigen, sehr schön gelegenen Stellplatz. Ich dachte, es wäre schon ganz schön jwd, aber es ist immer noch bequeme Wochenenddistanz von Bergen und Freitag...



Stellplatz in Austrheim
 
 
15.06  1 Nacht Ostereidet   Ich brauche einen 4-Rad-Antrieb! Das war nun schon das zweite Mal, dass ich einen Wanderparkplatz nicht nutzen konnte, weil ich die Schotterpiste nicht hoch gekommen bin. Heute bin ich aber mit den durchdrehenden Rädern in die Böschung gerutscht. Ich konnte nach mehreren Versuchen und gründlicher Analyse rückwärts wieder heraus rollen, aber ein Felsen stand hervor und nun habe ich eine neue Beule und einen weiteren Lackschaden. Die Werkstatt wird gut zu tun haben im November. Ich hatte mir die Zufahrt vorher genau angesehen und war fest überzeugt, dass das geht, aber 3,5 Tonnen nur mit Vorderradantrieb bergauf zu bewegen ist eben eine Aufgabe.

Ich konnte dann etwas unterhalb auf dem Parkplatz eines geschlossenen Museums parken und trotzdem noch die geplante Wandertour machen. Dieses Mal habe ich es auf den Berg geschafft. Der war aber auch nicht so hoch. War trotzdem sehr schön.
 
 
16.06  1 Nacht Dalsøyra   Eine Fähre hat mich aus dem Großraum Bergen heraus gebracht und nun wird die Übernachtungssituation auch wieder etwas entspannter. Bin auf einem Parkplatz mit einem Fußweg zur einer Badebucht und – wahrscheinlich da es gerade regnet – alleine hier.



Fähre/Fjord bei Masfjordnes und meine Badebucht
 
 
17.06  1 Nacht Dalsøyra   Ich bin absichtlich in eine „Sackgasse“ hineingefahren um dem Durchgangstourismus etwas zu entgehen. Interessant. Hier gibt es massenhaft gewerbliche Tätigkeit (Werften, Bohrinseln, Fischfabriken, ...) und damit auch viel LKW-Verkehr auf den schmalen Straßen: herausfordernd.

Aber trotzdem gibt es natürlich viel Natur und auch viele geeignete Übernachtungsplätze, Daher bin ich nach meiner Runde wieder in der Nähe meines gestrigen gelandet.



Auch das ist Norwegen
 
 
18.06  1 Nacht Eivindvik   Riesiger Parkplatz zu einem Open-Air-Museeum / Naherholungsgebiet gehörig. Im Moment ziemlich leer und das Museum zeigt Skulpturen eines lokalen Künstlers und irgendetwas mit Wikinger, so ganz klar ist mir das nicht.

Ich habe eine wunderschöne Bergtour gemacht, wandern kann man hier nämlich auch gut.



Irgendwas mit Wikinger
 
 
19.06  1 Nacht Hyllestad   Bin wohl unbemerkt wieder auf eine Hauptroute geraten. Die Fähre heute war jedenfalls gerammelt voll mit deutschen WoMos.

Wer hatte das gedacht: Hyllestad war im Mittelalter der größte Exporteur von Mühlsteinen in Skandinavien! Ich bin sonst nicht so der didaktische Museums Fan, aber das hier ist wirklich nett gemacht, ausgedehnter Waldspaziergang inklusive. Habe mich für die Nacht auf dem Museumsparkplatz breit gemacht.



Fähre/Fjord bei Rutedal und Mühlsteinmuseum
 
 
20.06  1 Nacht Sørbøvågen   Bin mittlerweile so weit im Norden, dass die Möglichkeiten zur Ver- und Entsorgung sowie zum Wäsche Waschen dünner werden. Daher nun auf einem Campingplatz.

Zu Mittsommer will ich, dass die Tanks voll, bzw. leer sind. Die Norweger sollen zwar nicht so wild sein wie die Schweden, aber wer weiß? Hier wird Mittsommer ungewohnterweise am 23.06. gefeiert. Mal sehen.



Die Kirche im Dorf
 
 
21.06  1 Nacht Kvammen   Die Gegend hier ist stellenweise etwas flacher, was dann aber gleich zu viel Landwirtschaft führt, was die Stellplatzsuche nicht erleichtert. Heute an einem See an einem Schleusenhäuschen, nicht besonders gemütlich, aber für eine Nacht OK. Konnte nicht weiter fahren und weiter suchen, weil ich unbedingt neues Gas brauche und die einzige Stelle in 250 Km Umkreis die deutsche Gasflaschen befüllt ist nur wenige Km entfernt. Die fahre ich morgen an.  
 
22.06  1 Nacht Sunnfjord   Mein erster Pass mit Schneekettenpflicht. Ich hatte natürlich keine, aber das war auch nicht nötig, selbst oben waren 17°C.

Ich musste einige Stunden in Førde verbringen, da nur der Chef Gasflaschen befüllen darf und der war gerade nicht da. Also habe ich mir den Ort angesehen. Bei weitem die entspannteste Stadt, die ich in Norwegen gesehen habe. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass sie in einem großen Flusstal liegt und alles flach ist. Damit gibt es Raum um großflächig zu planen, unter anderem schöne Flussauen mit breiten Fahrradwegen und großen Plätzen. Was mich allerdings wirklich verwundert hat war, dass es so aussah als wäre keines der Häuser im Zentrum älter als 10 Jahre.

Der Chef hatte ziemlich Verspätung, aber die Gasflaschen sind wieder voll und ich habe mich trotz der fortgeschrittenen Zeit entschlossen weiter zu fahren. Das Übernachten auf dem städtischen Parkplatz auf dem ich vorher geparkt hatte, wäre zwar gut möglich gewesen, aber ich habe so meine Erfahrungen mit solchen Parkplätzen am Samstag Abend. Daher nun ein Stück weiter auf einem Schotterplatz auf einen Bergscheitel hinter einem Tunnel. Schöner Blick und wenig Verkehr, für eine Nacht völlig OK.



Førde
 
 
23.06  1 Nacht Ausevik   Wer muss denn nach Frankreich um steinzeitliche Felszeichnungen zu sehen? Die gibt es hier auch. 350 beeindruckende von diesen Zeichnungen gibt es hier in einem Open-Air-Museum zu betrachten. Leider sind die (jedenfalls mit dem Mobiltelefon) nicht gut zu fotografieren. Auf dem zugehörigen Parkplatz habe ich mich mal wieder einquartiert.

Das eigentlich interessante ist gar nicht, dass die Sonne um Mitternacht scheint. Es ist der Weg den sie knapp über den Bauwipfeln in ein einem 360 ° Kreis beschreibt. Logisch, war mir aber nicht so bewusst.



Mitternacht
 
 
24.06  1 Nacht Eikefjord   Von der Planung her gibt es in den nächsten Tagen einige Abseitsplätze, wo man vielleicht auch mal ein bisschen länger bleiben könnte. Daher heute mal wieder auf einem „richtigen“ Stellplatz. Sehr schön gelegen aber leider mit total verdreckter V/E.



Landschaft bei Eikefjord
 
 
25.06  1 Nacht Florø   Heute mal wieder eine längere Wanderung von einem Wanderparkplatz in Eikefjord gemacht. In den letzten Tagen war ja nicht so viel Bewegung.

Ich habe den Wandermöglichkeiten in Norwegen im Vorfeld deutlich zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Hier kann man an jeder Ecke eine wunderschöne (Berg)Wanderung beginnen, die allerdings aus meiner Sicht recht anspruchsvoll sind. Falls ich in den nächsten Jahren noch mal nach Norwegen komme, würde ich vorher besser planen. Das lag allerdings auch daran, dass ich vor 2 Monaten niemals geglaubt hätte in den nächsten 2 Jahren eine Wanderung machen zu können, wie ich sie heute gemacht habe.

Die heutige kurze Wanderung wurde dann doch zur Ganztagestour. Leider bin ich wieder nicht ganz auf den Gipfel gekommen. Zum Schluss wurde es zu schwierig und ich war schon so ermüdet, dass die Konzentration nachließ. Aber ich hatte den Gipfel immerhin im Blick. Mir ist erst hinterher aufgefallen, dass der Weg heute mit einem roten Punkt gekennzeichnet war und nicht mit einem grünen wie die Wege bisher. Ich hatte meine Aufmerksamkeit natürlich auf meinem Fuß und dem Rücken, aufgegeben hat dann aber beim Abstieg mein linkes Knie. Damit hatte ich nicht gerechnet. Nach einer ausgiebigen Pause ging es wieder und mit fortschreitendem Abstieg wurde das Gelände wieder leichter.

Ich war ziemlich fertig als ich zurück beim WoMo war, konnte mich aber trotzdem nicht entschließen auf dem Parkplatz zu übernachten. Er wäre geeignet gewesen, lag aber an einer für norwegische Verhältnisse sehr befahrenen Straße. Ich bin jetzt ein paar Km weiter zwar ebenfalls in der Nähe einer Straße, die ist aber deutlich weniger befahren.



Blick nach unten und oben am Umkehrpunkt
 
 
26.06  1 Nacht Svelgen   So hatte ich mir die Sache vorgestellt! Alleine am Ufer, von Bergen umgeben und keine Nachbarn (keine WoMos, keine Autos, keine Häuser in Sichtweite). Die kleine Straße fast komplett unbefahren und weit genug weg von den Durchgangsstraßen um von den übernachtenden Fernreisenden verschont zu bleiben. Hier lässt es sich sein.



Traumplatz
 
 
27.06  1 Nacht Ålfoten   Das war wohl eine völlige Fehleinschätzung der Lage. Für so einen schönen Platz machen die Fernreisenden auch mal einen Umweg. Jedenfalls war dann am Abend (hauptsächlich deutsch-österreichische) Party. Unter diesem Eindruck habe ich heute einen wunderschönen Platz an einem Bergsee mit Strandzugang und Sitzgelegenheiten links liegen gelassen und lieber einen uncharismatischen Schotterplatz angefahren, allerdings auch mit schönem Seeblick.



Blick auf den Bergsee auf Passhöhe
 
 
28.06  3 Nächte Kråkenes   Ich spare mir jetzt die Superlative, nur soviel: Hier will ich begraben sein!

Ich bin auf einem Parkplatz am Ende der Welt mit allem was dazu gehört: Leuchtturm, Klippen und Brandung. Auch hier bin ich nicht alleine, aber es ist eine andere Klientel. Der Weg hierher ist wirklich abenteuerlich und die Leute die hier sind wollen auch genau hier sein (so wie ich), das passt schon.

Ich werde versuchen ein paar Tage hier zu bleiben, was auch dazu passt, dass mein Investitionswochenende ansteht (hier in Norwegen gibt es auch am Ende der Welt gutes Netz). Ich hoffe, dass der für die nächsten Tage angesagte Dauerregen genug Licht für die Stromproduktion durchlässt.



Fähre/Fjord bei Måløy und das Ende der Welt
 
 
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