| Juli 2026 | |||||
| 02.07 | 1 Nacht | Vigneulles-lès-Hattonchâtel | Hier war ich schon mal. Das ist natürlich langweilig, aber es war nichts brauchbares auf der Strecke (Bar-le-Duc war schon wieder voll) und ich hatte keine Lust nach Deutschland durchzufahren. Auf der anderen Seite hat es auch was: Mein letzter Stellplatz hier war auch mein erster. | ||
| Frankreich: Fazit | |||||
| Ich habe mir heute den Kühlschrank noch mal richtig voll gehauen. Die Französischen Lebensmittel werde ich wirklich vermissen. Sowohl das Gemüse als auch das Fleisch sind signifikant schmackhafter als in Deutschland. Das hat mich nicht verwundert, womit ich nicht gerechnet habe: Lebensmittel sind auch deutlich preiswerter. Ich glaube wir Deutschen lassen uns von der Agrar- und Lebensmittelindustrie kräftig verschaukeln. Von daher war das ein wirklich günstiger „Urlaub“ für mich. Ich habe zwar durch die Km mehr für Benzin ausgegeben, das wurde aber durch die Einkäufe ausgeglichen (zugegeben: auch durch den fehlenden Alkohol) und sonst fiel nichts extra an. Insgesamt ist das Fazit durchwachsen. Ich fand es toll die Bretonische Küste, die ich sehr liebe, wieder zu sehen und interessant durch das nicht touristische Inland zu fahren. Für den negativen Beigeschmack kann Frankreich nichts. Der kommt zum einen daher, dass ich eindeutig zu spät im Jahr unterwegs war und der Tourismus an vielen Stellen schon überhand nahm und zum anderen von der exorbitanten HItze. Das nächste Mal also zu einer anderen Jahreszeit. | |||||
| 03.07 | 3 Nächte | Sankt Ingbert | Und volle Kanne rein in den deutschen Verkehr. Ich habe den Fehler gemacht gleich zu Anfang in Saarbrücken einige Erledigungen zu machen. Aber jetzt bin ich wieder raus und habe in Sankt Ingbert einen sehr schönen schattigen Platz gefunden. Ich bin unterwegs zum Glan-Blies-Radweg, werde mich hier ein paar Tage akklimatisieren. Erst einmal mein Fahrrad wieder Fit gemacht. In Frankreich hatte ich es kein einziges Mal vom Ständer genommen. So etwas nimmt es mir übel. Sankt Ingbert ist ein freundliches, lebendiges Städtchen, Es war allerdings eine Stadtbesichtigung mit Hindernissen, da an diesem Wochenende Stadtfest ist. Immerhin ist der Stellplatz nicht gesperrt wie sonst oft bei solchen Gelegenheiten. Heute war mit 27°C der bei weitem kühlste Tag in dieser Woche. Daher habe ich eine Fahrradtour gemacht um Rad und Schenkel wieder in Bewegung zu bringen. Ab morgen steigt die Temperatur wieder bis sie am nächsten Wochenende um die 40°C liegen wird. D.h. ich kann mir die Bahntrassen in die Haar schmieren und werde mein Zeit wohl bei der Suche nach Schattenplätzen verbringen. Was für ein Scheißjahr. |
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| 06.07 | 2 Nächte | Waldmohr | Sehr schön naturnaher Platz am See, allerdings nur partiell Schatten, was aber OK ist, weil es sich am Nachmittag etwas zugezogen hat. Heute hat sich das Wetter anders entwickelt als vorhergesagt. Es ist zwar warm aber nicht heiß und es gibt eine geschlossene Wolkendecke. Ich bin also geblieben und konnte sogar etwas Fahrrad fahren. Von hier aus Richtung Süden ist der Glan-Blies-Radweg ein Bahntrassenradweg, der weitgehend im Wald verläuft, von daher war das machbar. Da soll noch mal einer sagen das Fahrrad Fahren ist auf Bahntrassen ungefährlich. |
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| 08.07 | 1 Nacht | Ruthweiler | Heute war mal wieder ein Schattensuchtag. Viele schöne Stellplätze entlang des Glan-Blies- und Fritz-Wunderlich-Radweges, aber kein Schatten. Am Abend an der Burg in Ruthweiler angekommen, hier gibt es wenigstens am Abend Schatten, aber morgen werde ich wohl früh weiter müssen. Der Fritz-Wunderlich-Radweg ist zwar nur 1,5 Km entfernt, bei 12% Steigung entspricht das aber nicht meiner aktuellen Kondition. | ||
| 09.07 | 3 Nächte | Sankt Julian | In den nächsten Tagen ist in den Vorhersagen keine Wolke zu sehen. Hier in Sankt Julian gibt es Schatten, ob er ausreicht entscheide ich morgen. Fahrrad fahren ist bei dem Wetter jedenfalls nicht angesagt, obwohl ich mich hier direkt am Glan-Blies-Radweg befinde. Der Schatten ist nicht optimal, aber es geht und da kein Ende des Wetters abzusehen ist bleibe ich erst einmal. Einen neuen Schattenplatz kann ich dann immer noch suchen. Ich bin trotz allem aufs Fahrrad gegangen, denn in den Hochzeiten lässt es sich dort fast besser aushalten als im oder am WoMo. |
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| 12.07 | 1 Nacht | Bad Sobernheim | Der Platz hier ist schön und eigentlich nicht meine Preisklasse, aber er hat tiefen Schatten. Direkt am Nahe-Hundsrück-Radweg, aber mittlerweile ist die Luft so aufgeheizt, dass an Fahrradfahren oder irgendeine andere körperliche Betätigung nicht zu denken ist. | ||
| 13.07 | 1 Nacht | Idar-Oberstein | Jetzt wird es langsam wirklich unangenehm. Es wird auch nachts kaum kühler und ich bin heute morgen schon durchgeschwitzt aufgewacht. Da kann dann nicht mehr viel Gutes kommen. Daher habe ich den Tag genutzt um das Auto von außen und die Wäsche von innen zu waschen, so bleibt dann wenigstens etwas. | ||
| 14.07 | 1 Nacht | Pfalzfeld | Nach einem weiteren erfolglosen Schattensuchtag bin ich auf einem wunderschönen Stellplatz direkt am Schinderhannesradweg. Hier darf man nur eine Nacht bleiben, aber auch sonst müsste ich morgen auf der Flucht vor der Sonne weichen. | ||
| 15.07 | 2 Nächte | Müden | Der Platz ist nicht schön, die übliche Mosel Konstellation: Fluss, Bundesstraße, Stellplatz, Bahnlinie (ach ja, und der Fahrradweg ist auch noch dazwischen), aber er hat ab Mittag Schatten und bis Freitag bleibt das mein Hauptkriterium. | ||
| 17.07 | 4 Nächte | Wittlich | Ich hatte mich auf den Wetterbericht verlassen (schwere Gewitter mit deutlicher Abkühlung) und einen meiner Lieblingsplätze (ohne Schatten) angefahren. Hier werde ich nun langsam gegrillt. Vielleicht kommt das Gewitter ja noch. Das Gewitter kam nicht, die Abkühlung schon. Da steht dem Fahrradvergnügen nichts mehr im Wege, oder? In diesem Jahr ist der Wurm drin. Ich bin im Land der Bahntrassenradwege, das Wetter stimmt jetzt auch – jetzt gibt mein Fahrrad auf. Es kommt nicht ganz überraschend, in manchen Gängen ist die Schaltung hin und wieder gesprungen und sie hat fast 20.000 Km auf dem Buckel (die letzte hatte nur 15.000 geschafft), aber nun springt sie regelmäßig und fahren ist nur sehr eingeschränkt möglich. Über den Daumen würde eine neue Schaltung und weitere dringende Reparaturen um die 1.000 € kosten. Da es nach 3 1/2 Jahren auf dem Ständer (Salz, Regen, Staub und Sonne) auch an allen anderen Ecken knirscht lohnt sich das nicht mehr. Also ein neues Fahrrad. Dabei ist eine Grundsatzentscheidung fällig. Ein Treckingrad, das wahrscheinlich hinten am WoMo wieder sehr schnell altern wird oder ein Faltrad, das ich in der Heckgarage verstauen könnte? Damit werde ich mich wohl in nächster Zeit beschäftigen. Auf jeden Fall macht es für mich keinen Sinn mehr hier in der Eifel zu bleiben, wenn ich kein Fahrrad fahren kann. Daher werde ich jetzt Richtung Hainstadt ziehen. Dort findet Ende Juli die 50-Jahr-Feier zur Gründung der Ferienspiele statt. Dort war ich von Anfang an und für viele Jahr als Betreuer dabei und ich werde dort Menschen wiedertreffen, die ich sehr sehr lange nicht gesehen habe. Ich werde natürlich meinen Bruder besuchen und wie es der Zufall so will gibt es in der Nähe in Weiterstadt einen der größten Gebrauchtfahrradhändler. Vielleicht finde ich da eine Orientierung. |
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| 21.07 | 1 Nacht | Veldenz | Und zurück in Veldenz. | ||
| 22.07 | 2 Nächte | Kempfeld | Sehr schöner Platz am Wildpark, hatten mir Peter und Beate vor einiger Zeit empfohlen. Beim ersten Versuch bin ich nicht weit genug durchgefahren, aber heute habe ich es gefunden. Endlich mal wieder eine richtig gute Nachricht: Auf meiner heutigen ausgedehnten (und wunderschönen) Wanderung durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald hat meine Achillessehne nicht ein einziges Mal gemuckt. Als Wissenschaftler muss ich postulieren, dass meine Fähigkeit zu Laufen und Fahrrad zu Fahren reziprok korreliert sind. Das bedeutet aber auch, dass ich mir, wenn ich mir ein neues Fahrrad kaufe auch gleich einen Rollstuhl besorgen kann. Außerdem hat die Wanderung deutlich gezeigt, dass die von der Hitze erzwungene Ruhephase mein Kondition komplett ruiniert hat. Hier ist einiges zu tun. Burg Wildenburg und auf dem Saar-Hunsrück-Steig |
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| 24.07 | 1 Nacht | Bundenbach | Diesen Platz hatte ich auch beim ersten Mal nicht gefunden. Es ist ein einfacher Wanderparkplatz, allerdings groß genug und eben, so dass man gut eine Nacht stehen kann. Das Besondere ist die „Traumschleife Hahnenbachtaltour“. Der Rundwanderweg hat 2012 die Auszeichnung „Deutschlands schönster Wanderweg“ gewonnen. Zu Recht wie eine Begehung gezeigt hat. Danach war ich allerdings ziemlich fertig und werde die nächsten Tage wieder etwas kürzer treten. Morgen sind auch wieder 30 °C angesagt. Hahnenbachtaltour mit der Ruine Schmidtburg |
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| 25.07 | 2 Nächte | Sprendlingen | Auf der Flucht vor der Hitze mal wieder mehrere schöne Plätze ohne Schatten liegen gelassen. In Sprendlingen bei einem Wohnmobil-Händler fündig geworden. | ||
| 27.07 | 1 Nacht | Alzey | Und weiter auf der Suche nach Schatten, hier in Alzey geht es halbwegs. Zum nächsten Wochenende hin geht es dann wieder auf die 40°C zu. | ||
| 28.07 | 3 Nächte | Westhofen | Bis Freitag ist keine Wolke am Himmel angesagt. Dafür war in Alzey nicht genug Schatten. Aber heute ist wohl mein Glückstag. Schon der zweite Stellplatz verspricht genug Schatten, dass ich möglicherweise (im WoMo weiß man nie) die aktuelle Hitzewelle aussitzen kann bis ich zu meinem Bruder fahre. | ||
| 31.07 | 2 Nächte | Darmstadt | In Darmstadt bei meinem Bruder inklusive Biergartenbesuch und kleiner Wanderung (am Samstag war das Wetter etwas gemäßigt) war es mal wieder sehr schön. Auch das Fest zum 50-Jährigen Bestehen der Ferienspiele und zu Ehren der Gründer Sue und Thorwald, die nun mit 80 immer noch dabei und wirklich gut erhalten sind, war sehr interessant und deutlich schöner als erwartet. Ich habe einige Menschen wieder getroffen, mit denen ich gut befreundet war und die ich lange nicht gesehen hatte. Die größte Überraschung war allerdings, dass auch meine Stiefschwester Julia da war mit der ich fast 30 Jahre keinen Kontakt hatte. |
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