| Mai 2026 | |||||
| 03.05 | 2 Nächte | Kronenburg | Ein neuer Lieblingsstellplatz direkt am Kronenburger See. Sehr schön angelegt und gelegen. Und er liegt direkt am Bahntrassenteil des Kylltal-Radweges. Jetzt regnete es aber (unangesagt) und für die nächsten Tage ist Dauerregen angesagt. Ich weiß also noch nicht ob ich wirklich Fahrrad fahren kann. Das wäre dann aber die Gelegenheit für den lang anstehenden Hausputz. Das nenne ich Bahntrassenradweg: Ohne Querung und Unterbrechung mit gut ausgebauter Strecke: Ich bin begeistert. Der Kylltal-Radweg verläuft hier auf der Trasse der ehemaligen Vennquerbahn. Das Wetter hat sich besser gehalten als gedacht. Auf der Rückfahrt musste ich allerdings die Regensachen auspacken. Aber dafür sind sie ja da. |
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| 05.05 | 2 Nächte | Prüm | Die Stellplätze hier sind überall überflutet von Niederländern und Belgiern. Vielleicht haben die ja Ferien. In Kronenburg musste ich jedenfalls flüchten und ich glaub auch nicht, dass ich lange hier in Prüm bleibe. Schade, den Kylltal-Radweg wäre ich gerne noch in Richtung Belgien gefahren, ein anderes Mal. Prüm ist mir eher unsympathisch, ich kann aber nicht genau festmachen woran es liegt, eine merkwürdige Mischung aus Hinterwäldlertum und Tourismus. Aber so ein paar Regentage habe auch ihre Vorteile. In meinem WoMo blitzt innen alles wieder. Und ab morgen soll das Wetter wieder besser werden. |
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| 07.05 | 3 Nächte | Pronsfeld | Einer meiner absoluten Lieblingsplätze, aber nachdem die letzten zwei Plätze so voll waren und weniger als 10 Km dazwischen liegen hatte ich meine Bedenken. Umsonst, hier ist alles entspannt und die nächsten Tage werden Fahrradtage. Es ist gutes Wetter angesagt und hier ist ein Bahntrassenradweg-Drehkreuz, man kann in alle Richtungen einfach losfahren. Paradiesisch. Enztal-Radweg und Deutsch-Belgische Grenze |
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| 10.05 | 2 Nächte | Deudesfeld | Das war großartig. Das nächste Etappenziel sind einige Bahntrassenradwege im Hunsrück. Auf dem Weg dahin in Deudesfeld einen ausgesprochen schönen Stellplatz gefunden. Radfahren kann man hier zwar nicht aber wunderbar Wandern. Es ist tiefste Eifel und ab von allem. Die ganze Gegend scheint nur von etwas (den Kennzeichen zu urteilen hauptsächlich Belgischem) Tourismus zu leben. | ||
| 12.05 | 3 Nächte | Wittlich | Wittlich steht mal wieder ganz im Dienste des Autos und dementsprechend unsympathisch ist mir die Innenstadt. Der Stellplatz ist aber sehr schön etwas außerhalb gelegen und nahe am Maare-Mosel-Radweg. Morgen ist allerdings Regen angesagt, mal sehen ob ich fahren kann. Die wenigen Trockenstunden optimal genutzt. Überraschenderweise stellte sich der Radweg Richtung Norden als „echter“ Bahntrassenradweg heraus. Mit Tunneln und Viadukten, es fehlten nur wenige Brücken und die Umfahrungen waren mit mäßigen Steigungen gut fahrbar. Am Maare-Mosel-Radweg mit dem Pleiner Tunnel (585 m) |
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| 15.05 | 1 Nacht | Veldenz | Noch einen Tag dran gehängt da ich den Feiertag mal wieder verbammelt habe. Nun die Eifel verlassen und auf dem Weg zum Nahe-Hunsrück-Radweg in Veldenz auf einem zu einem Weingut gehörigen Stellplatz. | ||
| 16.05 | 2 Nächte | Thalfang | Das mit dem Nahe-Hunsrück-Radweg hat nicht geklappt, keiner der Stellplätze an der Strecke war zu gebrauchen. Da werde ich wohl ein anderes Mal weiter nördlich ansetzen müssen. Daher nun etwas weiter im Süden auf einem extrem entspannten Platz in Thalfang (wurde mir vor einiger Zeit von Peter und Beate empfohlen). Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen mit dem Ruwer-Hochwald-Radweg mehr Glück habe. Ein ungewöhnlicher Ort. Außer wunderbarer Landschaft und glücklicher Kühe gibt es hier viel Infrastruktur: Ein Schwimmbad, ein Edeka, eine Bank und Gastronomie. Hatte ich noch nicht gesehen in einer Gemeinde mit weniger als 2.000 Einwohnern. Blick ins T(h)al |
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| 18.05 | 2 Nächte | Pluwig | Ein perfekter Bahntrassenradweg. Hatte ich nach der Recherche auch erwartet. Allerdings auch problematisch mit den Stellplätzen. Hier in Pluwig bin ich ungefähr in der Mitte und stehe sehr gut. Der Stellplatz am Anfang des Radweges in Hermeskeil war OK, ich musste aber weiter fahren, da er nur per App bezahlbar war. Und der Stellplatz am anderen Ende ist in Trier und ich weiß noch nicht, ob ich Lust auf Großstadt habe. Aber hier kann ich erst einmal in beide Richtungen fahren. Das obligatorische Brückenbild und ein Rätsel: Wo ist der Fehler? |
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| 20.05 | 2 Nächte | Merzig | Das war großartig, aber das wars auch vorläufig mit den Bahntrassenwegen, jetzt geht es Richtung Frankreich. Auf dem Rückweg gibt es allerdings noch einen Stapel davon auszuchecken. Nun im Saarland an der Saar in Merzig nach einem eher nervigen Fahrtag. Merzig werden ich mir dieses Mal nicht ansehen können, denn die Saarbrücke ist gesperrt und der Umweg riesig. Aber vielleicht kann ich noch eine schöne Tour an der Saar machen. Ich muss mir allerdings für Pfingsten einen schattigen Platz suchen, denn es sind 30°C angesagt. Nachdem ich gestern bei der Herfahrt vom WoMo aus die übliche Fluss-Radweg-Konstellation gesehen habe: Fluss – Radweg – Bundesstraße – Bahngleise – Berg, hatte ich nur geringe Erwartungen an die heutige Tour auf dem Saar-Radweg. Weit gefehlt: Ein traumhafter, naturnaher ruhiger Weg direkt am Fluss. Paradiesisch, ich mag solche Überraschungen. An der Saar |
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| 22.05 | 3 Nächte | Völklingen | Hier habe ich einen annehmbaren schattigen Platz gefunden, aber es ist trotzdem unerträglich heiß. Keine kühle Brise in Sicht. Besuch auf dem Stellplatz |
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| 25.05 | 1 Nacht | Vigneulles-lès-Hattonchâtel | Das war eine gute Idee das heiße Pfingstwochenende in Völklingen einfach auszusitzen. Nein, ich war nicht in der Völklinger Hütte, dass hole ich irgendwann an einem normalen Wochentag nach. Heute einen für mich ungewöhnlich langen Schlag nach Frankreich hinein gemacht. Die ganze Woche ist wolkenlos bei über 30°C angesagt. Daher brauche ich notwendig einen Schattenplatz. Es gab einige Stellplätze unterwegs, die in Ordnung gewesen wären, aber alle ohne Schatten. Der erste war hier in Vigneulles-lès-Hattonchâtel, scheint auch ein nettes Dorf zu sein. Sehe ich mir morgen an. Burg Hattonchâtel |
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| 26.05 | 1 Nacht | Soulanges | Horror! Das ist nicht mein Wetter. Habe heute den ganzen Tag bei voll aufgedrehter Klimaanlage im WoMo verbracht und so einige Km abgerissen und Stellplätze (für zukünftige Besuche) besichtigt. Es waren auch einige Schattenplätze dabei, aber selbst im Schatten war mir das zu heiß. Auf dem Stellplatz in Bar-le-Duc wäre ich allerdings gerne geblieben, es gab Schatten und die Stadt machte einen freundlichen Eindruck, aber natürlich waren die Schattenplätze belegt. Ich wurde am Abend mit einem wunderschönen Stellplatz am Kanal in Soulanges belohnt. Hier wäre ich auch noch ein bisschen geblieben, denn es gibt einen gut ausgebauten Radfernweg entlang des Kanals, aber hier gibt es nur abends Schatten. Ein anderes Mal. Am Kanal |
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| 27.05 | 2 Nächte | Connantre | Heute war es noch heißer und meine Klimaanlage schaffte es nicht es angenehm im WoMo zu machen. Daher habe ich einen Stellplatz angefahren, der in den Foren schlechte Bewertungen bekommt, weil überall Schatten herrscht. Und in der Tat gibt es hier einen großen alten Baumbestand mit sehr dichtem Blätterdach unter dem es sich halbwegs aushalten lässt. Hier werde ich wohl 2 oder 3 Tage aussitzen. Ab Sonntag soll es dann auch wieder etwas kühler werden. | ||
| Frankreich Impressionen I | |||||
| Ich habe meine Route ohne irgendwelche Kenntnisse auf der Karte zurechtgelegt. Randbedingungen waren das Ziel (die Bretagne, bzw. die Westküste), das Vermeiden großer Städte und eine Strecke abseits der Hauptrouten. Ich hatte mich entschieden (auf der Hinfahrt) auf dem Weg nach Westen einen großen Bogen im Süden um Paris zu machen. Ein bisschen Ahnung welche Landschaft mich erwarten würde hatte ich von zwei früheren Fahrten auf der Autobahn in die Bretagne. Mir war klar, dass das Land deutlich dünner besiedelt ist als Deutschland und das die Strecke relativ flach verlaufen würde. So war es dann auch. Was mich allerdings überrascht hat war der extreme Unterschied zwischen kleinen Landstraßen und Hauptrouten (meist Route-National-Straßen). Autobahnen hatte ich (so wie in Deutschland auch) sowieso aus dem Navi weg konfiguriert, was hier ja zusätzlich einen monetären Vorteil bringt. Auf den Hauptrouten und auch in den großen Städten gibt es einen sehr dichten Verkehr auch mit vielen LKWs. Biegt man aber auf die Landstraße ab ist man meist alleine. Das ist teilweise ziemlich krass. Die kleinen Landstraßen sind zwar schmal (und anders als in Deutschland ohne Seitenstreifen oder Markierungen) aber meist in sehr gutem Zustand. Da wenig Verkehr herrscht und in der Regel 80 Km/h gilt, ist das wirklich ein sehr entspanntes Fahren. Auch in kleineren Städten ist der Verkehr eher mäßig. Die Landschaft ist meist flach und manchmal ein bisschen hügelig, aber ohne Mittelgebirgscharakter anzunehmen. Sie ist fast überall von Landwirtschaft, mit sehr großen Feldern, die an MeckPomm erinnern, geprägt und es gibt wenig Wald. Die fehlenden Insekten lassen vermuten, dass man hier in der Landwirtschaft die gleichen Fehler macht wie in Deutschland. In den flacheren Teilen gibt es große Windparks die etwas denen in Schleswig Holstein ähneln. Die (wenigen) Ortschaften, die man durchfährt machen eher einen langweiligen und auch recht leblosen Eindruck. Die Versorgung hier auf dem Land scheint ähnlich geregelt wie in Deutschland: Aldi und Lidl übernehmen das. Bäckereinen habe ich bisher überhaupt keine gesehen, aber es gibt in den meisten Dörfern Baguette-Automaten, wo man sich ein frisches ziehen kann. Was die Verständigung angeht werden hier in der Gegend (ich weiß, dass das in der Bretagne anders ist) alle Vorurteile voll bedient. Ich habe bisher überhaupt noch niemanden getroffen, der auch nur Brocken Englisch spricht. Auch alle Tafeln und Hinweisschilder (auch auf einem sehr großen Campingplatz wo ich entsorgt habe) sind ausschließlich auf Französisch. Allerdings waren alle Menschen, die ich angesprochen habe sehr freundlich und hilfsbereit. | |||||
| 29.05 | 1 Nacht | Villemer | Das war gut, ein bisschen abgekühlt und Organisation und Blog auf den neuesten Stand gebracht. Die Versuchung war groß noch ein paar Tage hier im Schatten zu entspannen. Aber in Connantre gibt es nichts zu sehen und auf dem Stellplatz gibt es auch nicht viel mehr als Schatten. Also wieder raus in die heiße Hölle. Wie ich heute von Schildern am Straßenrand („Route de Champagne“) erfahren habe, fahre ich wohl gerade durch die Champagne. Die Landschaft ist etwas abwechslungsreicher geworden (Wein und Wald) und die Dörfer machen einen wohlhabenderen Eindruck. Sowohl in Sézanne als auch in Nogent-sur-Seine wäre ich gerne einen Tag geblieben, beide Städte machten einen interessanten, freundlichen Eindruck, aber auf beiden Stellplätzen gab es keinen Schatten: Ein anderes Mal Hier in Villemer bin ich auf der Suche nach Schatten auf einem „echten“ Campingplatz gelandet. Aber es sehr nett hier und nicht viel los. Die Stadt werde ich mir aber nicht ansehen können, denn der Platz liegt etwas außerhalb. |
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| 30.05 | 2 Nächte | Châteaudun | Heute wurde die Landschaft richtig flach und eintönig, allerdings bin ich durch einige sehr schöne, alte Dörfer gefahren. Es war mehr Verkehr auch auf den kleinen Straßen, ich weiß nicht, ob es am Wochenende lag oder daran, dass ich mich im Moment im erweiterten Speckgürtel von Paris befinde. In Châteaudun habe ich einen sehr schönen Stellplatz mit Schatten gefunden. Laut Wetterbericht sollte es vorläufig das letzte Mal sein, dass das mein Hauptkriterium für die Stellplatzsuche ist. Nach 400 Km wird die Landschaft hier etwas eintönig. Daher habe ich beschlossen, jetzt zügig zur Küste durchzufahren. Um das zu organisieren und mein Investitionswochenende abzuschließen bin ich noch einen Tag geblieben. |
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