| Februar 2026 | |||||
| 01.02 | 3 Nächte | Helmstedt | Eigentlich wollte ich auf einen meiner Lieblingsplätze in Schönigen, aber an einem Sonntag Nachmittag im Winter ist im Schwimmbad offenbar Hochbetrieb. Der ganze Stellplatz (inklusive V/E) war komplett mit PKW zugeparkt. So musste ich weiter. Nun in Helmstedt auf einem extrem gut organisierten Stellplatz. Alle Leistungen werden an einer zentralen Station gebucht und über Kreditkarte oder Girokarte bezahlt (was auch funktioniert) und man kann sie dann bei Bedarf mit einem PIN-Code abrufen. Hatte ich so noch nicht gesehen. Eine gute Lösung. Helmstedt kenne ich von früher her nur vom Grenzübergang mit Zug oder PKW. Zu Berliner Zeiten bin ich hier regelmäßig durchgefahren, aber die Stadt kannte ich nicht. Macht einen sympathischen Eindruck, durchdachte Verkehrsführung und eine große Altstadt mit einigem Fachwerk. Allerdings waren hier an einem (zugegebenermaßen sehr kalten) Sonntag Nachmittag alle Bürgersteige hoch geklappt. Ich bin noch einen Tag länger geblieben um mir das Zonengrenzmuseum anzusehen. Sowohl die Sammlung als auch die Sonderausstellung zum alliierten Zugverkehr während des kalten Krieges war für jemand wie mich, der sowohl Bezug zur DDR als auch zur Bahn hat interessant. Das weckt natürlich auch Erinnerungen. Aber es ist wie ich es schon öfter in solchen Ausstellungen erlebt habe: Niemand kann die Beklemmung, die diese Grenze erzeugt hat für jemanden der das nicht erlebt hat wirklich lebendig werden lassen. Rathaus, Hausmannsturm, Juleum, und Gedenkstätte für das United States Army Transportation Corps. |
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| 04.02 | 3 Nächte | Oschersleben | Tja, was lässt sich über Oschersleben sagen? Sie haben einen schönen Wohnmobilstellplatz. Der Winter hält an. |
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| 07.02 | 2 Nächte | Magdeburg | Angesichts des anhaltend miesen Wetters habe ich mir einen Urlaub in der Großstadt verschrieben. Der Stellplatz im Winterhafen war einer meiner Lieblingsplätze, den ich allerdings nach der letzten saftigen Preiserhöhung gemieden habe. Aber wer guckt im Urlaub aufs Geld? | ||
| 09.02 | 1 Nacht | Burg bei Magdeburg | Und nun – wie meistens nach dem Wäsche Waschen in Magdeburg – für eine Nacht in Burg. | ||
| 10.02 | 1 Nacht | Rathenow | Auf dem Weg in die Prigniz-Gegend. | ||
| 11.02 | 1 Nacht | Neustadt (Dosse) | Und schon fast da. | ||
| 12.02 | 4 Nächte | Kyritz | Der Winter ist fast zurück, Schneeregen und leichter Frost in der Nacht, so ein Wetter kann man nur aussitzen. Bewegen ist viel zu gefährlich (egal welches Verkehrsmittel). | ||
| 16.02 | 4 Nächte | Wittstock | Es besteht Hoffnung. Nächste Woche soll es wärmer werden. Dann kann ich wohl endlich nach Berlin, den Jahresübertrag im Lager machen und Micha und Annette besuchen. | ||
| 20.02 | 5 Nächte | Pritzwalk | Für das Wochenende sind + Temperaturen angesagt, d.h. ich habe wieder freie Stellplatzwahl und wollte auf einen meiner Lieblingsplätze in Alt Daber. Man kann es glauben oder nicht: Der war voll. Das passt zu meinem Gefühl, dass immer mehr Leute dauerhaft im Wohnmobil leben und die im Winter geeigneten Plätze voller werden. Daher nun in Pritzwalk. Der Dauerregen scheint vorbei zu sein, wärmer ist es auch, also habe ich mein Fahrrad fit gemacht. Das Salz setzt den beweglichen Teilen ganz schön zu und auch angeblich rostfreies scheint dem nicht gewachsen. Von daher war das eine größere Anstrengung aber jetzt bewegt sich alles wieder einwandfrei. Allerdings zeigte sich auf der Probetour, dass nicht nur das Fahrrad unter dem Winter gelitten hat. Die paar Spaziergänge die ich machen konnte reichten nicht aus um mich fit zu halten. Hier wird wohl auch Arbeit nötig sein, um die Teile wieder in Bewegung zu bringen. Bismarckturm in Pritzwalk |
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| 25.02 | 1 Nacht | Neustadt (Dosse) | Ich hatte auf dem Weg nach Berlin schon in Kyritz eingecheckt, den Platz und den Strom bezahlt und mich auf einen ruhigen Abend vorbereitet. Aber es kam anders. Direkt neben dem Stellplatz ist ein kleiner Park mit Sitzgruppen, alles sehr nett angelegt. Im Winter ist das meistens kein Problem, aber es war ja nun wieder wärmer. Eine Gruppe junger Leute besetzte zwei dieser Sitzgruppen in der Nähe meines WoMos und packte einen Standgrill aus. Noch kein Grund zur Panik, es war noch früh, die Sonne schien und der Lärm hielt sich in Grenzen. Irgendwann stellte jemand eine Musikanlage an, gemäßigte Lautstärke, aber es war schnell klar, dass es sich hier nicht um eine liberale Klientel handelte („ ... ich hätte gerne unseren deutschen Führer gekannt ...“). Das wäre natürlich das Signal gewesen die Segel zu streichen, die Kohle abzuschreiben und sich einen anderen Platz zu suchen. Aber wie das so ist, man lässt die Dinge schleifen und hofft das Beste. Um die Zeit, in der ich normalerweise anfange zu kochen kamen immer mehr neue Leute dazu, es wurde lauter und offensichtlich auch zunehmend alkoholisiert. Es war auch schon dunkel und damit klar, dass das Ganze nicht einfach so aufhören würde. Also beschloss ich die Zelte abzubrechen. Das blieb natürlich nicht unbemerkt, denn ich musste ja mein Kabel einrollen, von den Keilen runter und wollte auf jeden Fall noch entsorgen, da ich nicht wusste, wann ich das nächste Mal auf einem richtigen Stellplatz stehen würde. Also wurde die Lautstärke noch etwas erhöht und ( wie ich vermute) ein Stück extra für mich aufgelegt. Als ich mit meiner Kassette über den Platz zur Entsorgungsstation ging begleitete mich „ihr, die ihr Eure Mütter fickt, wir werden euch vergasen“ und auf dem Rückweg grölten dann alle den zugegebenermaßen einfachen Refrain mit: ein mehrfaches „Sieg Heil“. Das ist ja verständlich, sie hatten ja einen großen Sieg über einen touristischen Rentner errungen, der nun mit seinem Wohnmobil den Platz verließ. Das ist natürlich schlimm, aber wirklich schlimm finde ich etwas anderes: Das Ganze fand ja an einem öffentlichen Ort statt. Der WoMo-Stellplatz rahmt einen großen Parkplatz für Innenstadtbesuche ein. Es war 18:30 Uhr und es war durchaus noch Betrieb auf dem Parkplatz und auch im Park wo einige Hundegänger unterwegs waren. Die Lautstärke und Selbstverständlichkeit mit der das alles passierte, deutet darauf hin, dass das alles normal und nicht zum ersten Mal vorgekommen war. Die Feiernden waren sich völlig sicher, dass es keine Unterbrechung geben würde. Es ist eine Sache Interviews mit Überlebenden des Holocaust zu lesen oder zu sehen, sich Gedenkstätten anzusehen und zu versuchen sich den Horror vorzustellen. Es ist aber etwas völlig anderes die Nazis live um das Feuer tanzen zu sehen. |
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| 26.02 | 2 Nächte | Rathenow | Das war anstrengend: Rein nach Berlin, Wäsche gewaschen und im Lager meinen Jahresübertrag gemacht und wieder raus. Ich habe aktuell einen Ausschlag mit Juckreiz auf beiden Unterarmen. Wahrscheinlich nur eine neue Idee meiner Schuppenflechte. Aber wer weiß, was ich mir in einem der Waschsalons eingefangen habe, könnte was ansteckendes sein. Darum haben wir den Besuch bei Micha und Annette vorsichtshalber verschoben. Daher nun auf der Transitstrecke wieder ein Zwischenstopp in Rathenow. Keiner meiner Lieblingsplätze, aber ruhig, da Wochenende ist und die benachbarte Schule geschlossen.Es könnte der richtige Platz für mein anstehendes Investitionswochenende sein. Es ist allerdings Sonne und 20 C° angesagt. Das könnte die ersten Camper aus ihren Löchern treiben. |
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