| Januar 2024 | |||||
| 01.01 | 1 Nacht | Breuna | Ich bleibe noch ein bisschen im Habichtswald. Breuna ist ein übersichtliches Städtchen mit einem kleinen, ruhigen Stellplatz an der Therme und guten Möglichkeiten zum wandern. Breuna |
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| 02.01 | 3 Nächte | Hofgeismar | Hatte heute naturgemäß viel zu tun: Einkaufen, Gas, ... Dabei waren die meisten Leute, mit denen ich zu tun hatte auffällig schlecht gelaunt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es am Jahr oder an der Gegend liegt. Hofgeismar ist doch deutlich größer und touristischer, als ich dachte. Allerdings sind jetzt die Bürgersteige hochgeklappt und die Stadt macht einen sehr ruhigen Eindruck. Meine erste Einschätzung bezüglich der Mentalität hat sich allerdings bewahrheitet. Gegen die Leute hier erscheinen die Ostwestfalen freundlich, gesprächig und offen. Am Sälber Tor und Marktplatz mit Rathaus in Hofgeismar |
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| 05.01 | 1 Nacht | Lauenberg | Eine wunderbare Fahrt durch das Weserbergland (genauer: den Reinhardswald) und nun im Solling, wo ich auch gleich eine tolle Wanderung machen konnte. Extrem schöner Stellplatz im Wald an einem Badesee (fußläufig vom Ort, aber der gibt nicht viel her). Es könnte sein, dass man hier auch im Sommer mal herkommen kann, weil es wirklich sehr weit ab vom Schuss ist. Und die Leute sind hier auch gleich wieder aufgeschlossener. Ich bin gleich mit einer Bio-Bäuerin ins Gespräch gekommen, die mir Ihr Leid geklagt hat. So einen ruhigen Stellplatz hatte ich noch nie. Irgendwo ist ja immer eine Straße, ein Flugzeug oder ein bellender Hund. Hier nicht. Unglaublich entspannend. Ich musste leider weiter, weil es hier im Winter keinen Strom gibt, aber der Platz und die Gegend sind vorgemerkt für einen längeren Besuch. Im Solling |
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| 06.01 | 2 Nächte | Einbeck | Warum macht man das eigentlich alles, wenn man sich ein halbes Jahr später doch an nichts mehr erinnert? Ich hatte keine Erinnerung mehr an den Stellplatz und die an die Stadt kam nur ganz allmählich. Also mal wieder in Einbeck. Das letzte Mal war ich am im Juni 23 hier. Eine Wanderung in die Umgebung gemacht, die war aber nicht besonders schön. Einbeck zieht sich in zersiedelnder Weise weit in die Hügel und in den Wald. Typisch Niedersachsen eben. |
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| 08.01 | 2 Nächte | Salzgitter | Wäsche gewaschen in Salzgitter und dann naheliegenderweise den hiesigen Stellplatz angefahren. Ich zitiere die Stellplatzbewertung aus einen WoMo-Forum: „Laut, schmutzig und gefährlich. Wie die ganze Stadt eben“. Vom ersten Eindruck her kann ich das nicht bestätigen. Im Gegenteil ich habe eine wunderbare Wanderung bei schönstem Sonnenschein (und klirrender Kälte) rund um den Salzgittersee gemacht. Im Sommer kann man hier wahrscheinlich nicht sein, denn einiges (z.B. riesige, jetzt leere Parkplätze) weisen darauf hin, dass es ein Naherholungszentrum mit großem Einzugsgebiet ist, aber jetzt im Winter ist es richtig schön hier. Am Salzgittersee |
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| 10.01 | 1 Nacht | Braunschweig | Nun also mal wieder in meiner alten Heimat Braunschweig als letzter Stopp vor Berlin wo ich mit Micha und Annette verabredet bin. Da in Magdeburg und Tangermünde die Elbe hoch steht werde ich den Osten ohne Stopp durchqueren. Viel mehr Möglichkeiten gibt es ja in dieser Wohnmobilwüste nicht. | ||
| 11.01 | 2 Nächte | Berlin | Im Lager meinen analogen Jahresübertrag gemacht, das zerbrochene Geschirr ersetzt und die Kühlbox hiergelassen, denn der funktionierende Kühlschrank reicht mir völlig. Damit ist auch wieder ein bisschen mehr Platz. Es gab viel zu tun, aber auch genug Zeit um ein paar sehr nette Stunden mit Micha und Annette zu verbringen. | ||
| 13.01 | 2 Nächte | Wusterhausen | Erst war ich am Stellplatz an der Dossehalle wo ich endlich das Spülwasser entsorgen konnte, das letzte Woche eingefroren war. Alles war schön ruhig, aber nach einer halben Stunde kamen die ersten Feuerwehrwagen und fingen an ein paar Tische auf die Wiese nebenan auszuladen. Dann kam der Grill. Als das Lagerfeuer an fing zu qualmen, fing ich an mir um meine Nachtruhe Sorgen zu machen, aber ich sagte mir: Es ist ja kalt und nass und das wird schon nicht so lange dauern. Als sie anfingen das Zelt aufzubauen habe ich meine Sachen wieder gepackt und bin geflüchtet. Zum Glück ist der wunderbare Stellplatz am Klemposee ja nur wenige 100 Meter entfernt. Hier war ich zuletzt im Februar letzten Jahres und hier ist es dann auch ruhig und entspannt. Am Klemposee |
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| 15.01 | 1 Nacht | Wusterhausen | Jetzt doch zurück an der Dossehalle. Das Feuerwehrfest ist ja vorbei und ich brauche angesichts des angesagten Frostes einen Platz mit Entsorgung. | ||
| 16.01 | 2 Nächte | Kyritz | Das war mal wieder ein etwas anstrengender Tag. Zunächst hat der Wasserspender in Wusterhausen zwar mein Geld genommen aber nichts gespendet. Dann war ich in einer Werkstatt um eine Meinung zu dem Riss in der Duschwanne einzuholen. Der Werkstattmensch meinte, dass es kein Problem wäre erst einmal weiterzufahren, dass die Duschwanne aber auf jeden Fall ausgetauscht werden müsse. Natürlich ist sie im Moment nicht lieferbar. Ich habe nun einen Werkstatttermin im April und sie versuchen das auf Gewährleistung zu machen. Dann war Einkaufen und Gas angesagt und in Kyritz bekam ich dann auch Wasser. Da es schon spät war, bin ich hier geblieben, obwohl der Platz für das was geboten wird eindeutig zu teuer ist. Fachwerk in Brandenburg in Kyritz an der Knatter |
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| 18.01 | 2 Nächte | Wittstock | Und noch einen Tag geblieben, weil es mir gestern nicht so gut ging. Wie schon früher bemerkt, ist das Waschen hier im Osten nicht ganz einfach. Auf dem Weg nach Wittstock einen ziemlichen Bogen nach Perleberg gemacht. Der Waschsalon war allerdings nicht mehr da wo er sich laut Internet befindet. Dank wirklich äußerst netter Einwohner habe ich ihn dann aber doch noch gefunden. Allerdings war er abgeranzt, teuer und zeitaufwändig, da mit Kondenstrocknern bestückt. Somit war ich den ganzen Tag beschäftigt und erst am frühen Abend in Wittstock. Hier war ich zuletzt im Februar letzten Jahres. |
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| Osten | |||||
| Meine Eindrücke vom „Osten“, die ich hier ja auch schon früher beschrieben habe, waren bei der letzten Durchquerung auch geprägt davon, dass das WoMo-Leben ja noch neu und hier viel zu entdecken war. Das ist dieses Mal anders. Ich bin ein bisschen überrascht wie sehr mich die Stimmung hier herunterzieht. Ich glaube, dass wir bei der Einschätzung der Entwicklung dieses Landesteils einen Fehler gemacht haben. Es ist ja so, dass wir alle – auch ich – davon ausgegangen sind, dass sich die Lebensverhältnisse angleichen und das Land irgendwann zusammenwachsen würde. Es hatte sich zwar gezeigt, dass das länger dauern würde als ursprünglich gedacht, aber grundsätzlich bezweifelt hat das wohl niemand. Was ich nun sehe spricht eine andere Sprache. Die Landesteile scheinen sich wieder voneinander zu entfernen. Ich sehe eine große Gleichgültigkeit, Dinge verfallen wieder, nicht Funktionierendes wird nicht repariert und es hat sich eindeutig eine mürrische Grundstimmung verbreitet. Von den Hiesigen – also von den hier Gebliebenen – glaubt keiner mehr, dass irgend etwas besser oder sogar gut wird. Die Gleichgültigkeit gegenüber den „Wessiwerten“ ist offensichtlich. Ich meine sogar eine Feindseligkeit von denen zu verspüren die vor kurzem noch freundlicher waren. Vor diesem Hintergrund sind die Erwartungen an die Wahlen hier im Osten in diesem Jahr auch eher verständlich. Wohin das führen wird? Ich habe wirklich keine Ahnung. Ich merke nur, dass ich mich hier nicht mehr so wohl fühle wie letztes Jahr und dass ich die Prigniz-Gegend als eines meiner Lieblings-WoMo-Reiseziele wohl zumindest hinterfragen muss. | |||||
| 20.01 | 3 Nächte | Alt Daber | Es ist wärmeres Wetter angesagt, der Frost soll verschwinden. Das gibt mir die Gelegenheit meinen Spülwassertank zu schließen und auch Stellplätze ohne Entsorgung anzufahren. In diesem Fall der Stellplatz am Daberturm, einer meiner absoluten Lieblingsplätze, Zuletzt war ich hier im Juli 23. Tja, noch ist der Frost nicht weg: Bei einem Spaziergang auf Eis unter dem Schnee ausgerutscht und umgeknickt. Dann musste ich noch ca. 2,5 Km „nach Hause“ humpeln. Es ist noch nicht klar, wie schlimm es ist, das sieht man ja meist erst am nächsten Tag. Aber es ist ziemlich dick und ziemlich schmerzhaft. Ich habe eine gute Portion Mobilat drauf geschmiert und einen Stützverband gemacht. Allerdings steht auf der Tube eine Haltbarkeit von 1/2 Jahr und die ist mindestens 6 Jahre alt, wahrscheinlich älter. Na, ja irgendwas wird es schon nutzen. Leider habe ich hier überhaupt kein Datennetz. Blöd, wenn man krank im Bett liegt. Die gute Nachricht: Ohne Belastung gibt es schmerzfreie Positionen, so dass ich schlafen kann. Es ist aber ziemlich dick geworden und nur sehr eingeschränkt belastbar. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es kein Bänderriss ist und sich das Ganze aussitzen lässt. |
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| 23.01 | 4 Nächte | Wittstock | Konnte heute die Kupplung wieder betätigen. Daher zurück nach Wittstock Zentrum. Ein besserer Ort um die Sache ausheilen zu lassen. Außerdem gibt es hier Netz! | ||
| 27.01 | 2 Nächte | Pritzwalk | Einen wunderbaren Stellplatz mitten im Wald entdeckt. Kommt auf der Stelle in meine Top Ten Liste. Leider kann ich die Gegend mit meinem Fuß nicht erkunden, aber das hole ich dann irgendwann nach. | ||
| 29.01 | 1 Nacht | Perleberg | Zurück in Perleberg, dieses Mal auf dem Stellplatz. Zentral auf einem Parkplatz, aber nett angelegt, traut man dieser Stadt gar nicht zu. | ||
| 30.01 | 3 Nächte | Seehausen | Immer wieder erstaunlich was wenige Km ausmachen. Aus dem mürrischen Perleberg ins gut gelaunte und freundliche Seehausen in der Altmark. Ich schiebe das mal ausnahmsweise nicht darauf, dass ich das Bundesland gewechselt habe. Es ist einfach Lokalkolorit und ein deutlicher Hinweis für mich, dass ich den „Osten“ vielleicht doch nicht so über einen Kamm scheren kann. Jetzt auf einem wunderschön angelegten Stellplatz, zentral und trotzdem grün und ruhig, verwaltet von einer sehr sehr netten Tourist-Info. Könnte mir vorstellen, ein paar Tage hier zu bleiben. | ||
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