März 2023
 
01.03  2 Nächte Rünthe   Das war wohl nichts mit 2 Tagen Iserlohn. Die SAT-Anlage funktioniert nicht, obwohl das Update viel Geld gekostet hat. Also zurück nach Dortmund.
Und so toll war der Stellplatz in Iserlohn dann auch doch nicht. Sehr enge Stellplätze, gut besucht und viel lokales WoMo-Volk unterwegs.
Bei der SAT Anlage muss ein Teil getauscht werden. Ist für den Mai-Werkstatt-Termin (Erstinspektion) vorgemerkt. Das Geld für das Update wird mir gut geschrieben.
Zustand des Rückens weiterhin schlecht, es wird Zeit, dass ich nach Frankreich komme.



Datteln-Hamm-Kanal und Beversee
 
 
02.03  3 Nächte Altena   Wäsche in Hagen im schon bekannten Waschsalon gewaschen.
Ohne große Erwartung einen sehr gut beschriebenen und bewerteten Stellplatz in Altena angefahren.
Denn gut bewertet heißt voll, dachte ich. Vor allem weil der Stellplatz in Rünthe letzte Nacht brechend voll war. Offensichtlich als Zwischenstation für weiter Reisende, denn es sind gerade Ferien.
Welche Überraschung! Ein wunderschöner Stellplatz direkt an der Lenne und ich bin ganz alleine.
10 Km vorher war noch die Hölle los auf den Straßen. Dann 10 Km durchs Flusstal, was die Weiterreisenden wohl abhält und hier nun ruhig mitten in der Natur.
Wenn sich nicht noch etwas besonderes zeigt, könnte das hier dem Stellplatz in Alt-Daber den Rang ablaufen. Mal sehen.
Meine Rückenprobleme haben sich in den letzten Tagen von meine normalen „rheumatischen“ Schmerzen zu etwas eher nervlich – entzündlichem gewandelt.
Ich habe beschlossen, auch weil ich hier wirklich sehr gut stehe, 2 oder 3 Tage im Bett zu verbringen und meinen Rücken zu schonen und warm zu halten.
Sollte das nicht helfen, werde ich wohl oder übel einen Arzt aufsuchen müssen.



An der Lenne
 
 
06.03  3 Nächte Wipperfürth   Die Kur hat durchaus was gebracht, mein Rücken ist zwar nicht gut, aber es geht ihm deutlich besser.
Allerdings habe ich von Altena nicht viel gesehen. Abgesehen von meinem Vorhaben im Bett zu bleiben, war auch mal wieder Dauer(schnee)regen angesagt.
Heute musste ich auf der Fahrt eine viertel Stunde draußen mit dem Gas hantieren und tanken und schon war der Rücken wieder schlechter.
Ich habe mich noch nicht entschieden, wie es weitergeht, werde erst einmal sehen, wie die Nacht hier in Wipperfürth verläuft.
Schöner Stellplatz, allerdings gerammelt voll. Ich hatte Glück, dass ich den letzten Stellplatz ergattert habe.
Normalerweise wäre ich weitergefahren, aber heute hatte ich keinen Nerv.
Und es hört nicht auf zu regnen – ohne Pause.
Frankreich muss wohl weiter auf mich warten. Ich muss jetzt erst noch mal nach Ober-Ramstadt zu meinem Bruder Norbert, weil im Zuge der Teilungsversteigerung Unterschrift und Abstimmung nötig sind.
Heute ist der Rücken zum ersten mal wieder etwas besser. Vielleicht liegt es daran, dass es aufgehört hat zu regnen (s. Bild).



Blick aus dem Fenster
 
 
09.03  1 Nacht Eckenhagen   Schöner großer, ruhiger Platz mit guter Infrastruktur. Hier konnte ich Wasser auffüllen.
Leider zu schräg um komplett auszugleichen, daher bleibe ich nur eine Nacht.
 
 
10.03  3 Nächte Biedenkopf   Auf dem Weg hierher bei den Stellplätzen in Freudenberg und Siegen halt gemacht.
Der in Freudenberg ist vielleicht was für den Sommer, eben und schön gelegen, jetzt aber matschig, der in Siegen hat den Charme einer Müllhalde.
Nun habe ich NRW verlassen und bin in Hessen angekommen. Der Stellplatz hier in Biedenkopf ist ganz gut gelegen, ruhig und eben.
Möglicherweise ein Ort, wo man auch im Sommer ganz gut relaxen kann (großer Baumbestand).
Die Recherche hat ergeben, dass es hier entgegen meines ersten Eindrucks doch einiges zu sehen gibt und auch schöne Landschaft (mit dem Rad) zu entdecken.
Das ist dieses Mal rückenbedingt ausgefallen, werde ich aber mit Sicherheit bei Gelegenheit nachholen.
 
 
13.03  7 Nächte Ober-Ramstadt   Briefe zur Teilungserkärung fertiggemacht und endlich zum Arzt: Werde auf Ischias-Nerv-Entzündung medikamentös behandelt.
Eine Restwahrscheinlichkeit für einen Bandscheibenvorfall bleibt, kann aber nur durch ein MRT bestätigt werden (min. 6 Wochen bis zum Termin).
Zunächst haben die Medikamente nur den Schmerz halbwegs unter Kontrolle gehalten, heute (4.Tag) dass erste mal das Gefühl, dass sich was verändert.
Norbert war so freundlich mich bis zu einer Besserung aufzunehmen.
Wir hatten trotz meines Handicaps sehr nette Abende.
 
 
20.03  3 Nächte Erbach (Odenwald)   Die Entzündung ist noch nicht völlig ausgeheilt, aber irgendwann muss es ja weitergehen.
Beim ersten Stellplatz in Reichelsheim Wasser gefasst, aber nicht geblieben. Die Stellplätze waren direkt neben dem Glascontainer.
Weiter nach Erbach. Sehr gut besprochen und der erste Eindruck entspricht dem.
Werde wohl ein paar Tage hierbleiben und versuchen alles ausheilen zu lassen.
Hier blühen die Kirschbäume! Im Odenwald ist eben alles anders.
Auch die Einstellung zu PKW die auf WoMo-Plätzen parken!



Frühling ?
 
 
23.03  1 Nacht Kirchheimbolanden   Das schöne Hessenland verlassen und in Rheinland Pfalz angekommen.
Ein ziemlich stressiger Tag. Erst Gas geholt und dann versucht in Mannheim Wäsche zu waschen.
Extremes Verkehrschaos und einen Parkplatz mit einem WoMo zu finden ist absolut unmöglich.
Eine Lösung in Ludwigshafen gefunden, dann war ich aber erst um 18:00 in Alzey und habe zum ersten Mal keinen Platz auf einem (zugegebenermaßen gut besprochenen) Stellplatz mehr bekommen.
Weiter nach Kirchheimbolanden, wo ich aber nur einen Tag bleiben werde, weil man sich hier entscheiden muss, welche der beiden Schrägachsen man ausgleicht.
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Mein Bein scheint den stressigen Tag ganz gut überstanden zu haben. Ein erstes Anzeichen, dass die Entzündung zurückgehen könnte.
Die Nacht war allerdings laut, es gibt offensichtlich auch außerhalb Brandenburgs Getto-Blaster.
 
 
24.03  5 Nächte Rockenhausen   Auf dem Weg hierher in Waldgrehweiler vorbeigeschaut. Ein wunderschöner großer Platz mitten in der Natur.
Allerdings scheint so etwas dann auch die entsprechende Klientel anzuziehen. Es herrschte eher Campingplatzatmosphäre.
Vielleicht hätte ich es ausprobiert, aber ich musste dringend einkaufen und dafür gab es hier keine Chance.
Der Platz in Rockenhausen ist schön und ruhig gelegen, ideal um ein paar Tage zu relaxen oder sich auszukurieren.
Auch den heutigen Tag hat mein Rücken ganz gut überstanden und jetzt werde ich wieder ein paar Tage Ruhe haben. Ich bin vorsichtig optimistisch.
Nach drei Tagen gehen heute Abend die Medikamente zur Neige und es wird spannend.
Auf der einen Seite geht es mir deutlich besser. Ob ich nachts durchschlafe wird nur noch vom Füllgrad meiner Blase bestimmt und ich muss nicht mehr befürchten bei jeder Bewegung laut aufzuschreien.
Auf der anderen Seite ist an einen lockeren Spaziergang oder Fahrradfahren noch nicht zu denken.



Blick vom Beifahrersitz
 
 
29.03  1 Nacht Jettenbach   Nach den schönen ruhigen Tagen in Rockenhausen mal wieder ein Stresstag.
Die Stellplätze in Worms und Bockenheim stellten sich als unbrauchbar heraus.
Jettenbach und mein Navi waren mal wieder nicht kompatibel was auf lange herum Fahrerei auf kleinen Bergstraßen hinauslief.
Als ich endlich auf den Stellplatz fahren konnte, habe ich nicht beachtet, dass es ein Grasplatz ist und es schon wieder tagelang geregnet hatte (hatte ich nicht erwähnt, glaubt mir ja sowieso keiner mehr).
Nun weiß ich nicht wie lange ich hier bleiben muss. Alleine komme ich hier jedenfalls nicht mehr weg.
Mein Rücken / Bein war am Morgen eigentlich ganz in Ordnung, aber der anstrengende Tag hat seinen Tribut gefordert und nun habe ich wieder ziemliche Schmerzen.
Mal sehen wie das morgen aussieht.



Im Sommer komme ich bestimmt wieder
 
 
30.03  4 Nächte Waldfischbach-Burgalben   Der Ortsvorsteher hat mich dann am Morgen freundlicherweise mit dem Trecker herausgezogen. Da es die ganze Nacht weiter geregnet hat, wäre ich da nie wieder raus gekommen.
Aber im Sommer (falls es dann trockener ist) komme ich bestimmt noch mal her, es ist wirklich ein wunderschöner Ort.
Nachdem ich in Rheinland Pfalz bisher noch kein Frischwasser gefunden habe (es war überall abgestellt, hier nimmt man den Winter ernst) war der heutige Tag der Tag der Wünschelrute.
Der Platz in Hochspeyer war nicht schlecht aber der Wasserautomat auch hier trocken.
In Waldfischbach-Burgalben bin ich dann fündig geworden, und da der Platz einen ruhigen Eindruck machte, bin ich auch gleich geblieben.
Mein Rücken war wieder etwas erträglicher, aber ich werde sicher noch ein paar Tage damit zu tun haben. Man braucht wohl das, was im Internet oft im Zusammenhang mit der Ischias-Nerv-Entzündung genannt wird: Geduld. Auch wenn ich zugeben muss, dass mir das mittlerweile echt schwerfällt. Es ist jetzt ziemlich genau einen Monat her, dass ich zuletzt auf dem Fahrrad gesessen habe und ich finde es reicht!
Hier steht man ruhig und ungestört und ich habe mich entschlossen, dass Wochenende zu bleiben und hier die anstehende monatliche Investitionsrunde zu machen.
 
 
Rheinland Pfalz
 
 Rheinland Pfalz war mir als Land weitgehend unbekannt und ich hatte auch keine (bewussten) Vorurteile.
Das liegt sicherlich auch daran, dass ich mit der wein(seligen) Kultur nicht viel anfangen kann, ich bin und bleibe nun mal ein Biertrinker. Wobei ich damit unter WoMo Fahrern damit sicherlich die Ausnahme bin, wenn man den Füllgrad der Flaschencontainer auf den Stellplätzen als Maß nimmt. Das könnte aber auch damit zu tun haben, dass man als Biertrinker deutlich mehr Flüssigkeit pro Alkoholeinheit zu entsorgen hat, ein echter Nachteil.
Hier sind jedenfalls mindestens die Hälfte der Stellplätze auf Weingütern zu finden und ich glaube nicht, dass ich Lust habe im Herbst hier zu sein.
Ich kann von den wenigen Tagen hier in diesem Bundesland natürlich auch keine qualifizierte Analyse liefern, aber ein Gefühl ist hier so stark, dass ich es Ausdrücken möchte: Enge!
Ich fühle mich in diesem Land andauernd und überall eingeengt. Das hat sicher auch mit der Geographie zu tun. Überall Hügel und Berge und alles bewegt sich in Tälern. Daher sind auch die Dörfer und Städte eng (das spürt man als WoMo-Fahrer natürlich besonders).
Aber auch sonst gibt es wenig Freiraum, z.B. gibt es unterwegs so gut wie keine Abstellmöglichkeiten. Wenn ich unterwegs bin, entschließe ich mich ja manchmal zu einer Rast, um eine Mahlzeit zu mir zu nehmen oder ein Schläfchen zu machen. Hier hat es oft eine oder zwei Stunden gedauert, bis ich nach einem solchen Entschluss einen Platz zum Halten gefunden habe. Und selbst dann war es oft ein Kompromiss. Das ist mir bisher nirgendwo so gegangen.
Und die Parkmöglichkeiten für WoMos werden (möglicherweise auch aufgrund der Enge) stark eingeschränkt. Fast alle Parkplätze sind nur für PKW freigegeben, so dass fast nur die offiziellen Stellplätze bleiben, selbst wenn man nur mal einen Kaffee trinken will.
 
 
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